Oman – Reise durch die Erdkruste – Zeche Nachtigall

Zeche Nachtigall
Zeche Nachtigall

Zeche Nachtigall Vortrag – Foto: Volker Wrede

Witten (lwl). Inmitten einer sich verändernden Umwelt bildet der Oman eine Insel der Stabilität, die als „Schweiz des Mittleren Ostens“ bezeichnet wird. Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) lädt am Dienstag (15.11.) um 18.30 Uhr auf der Zeche Nachtigall zu einer Reise durch den Oman ein. Dr. Volker Wrede vom Geologischen Dienst des Landes Nordrhein-Westfalen berichtet über die spektakuläre Geologie der arabischen Halbinsel, die ein Mekka für Geologen ist.

Die dort weitgehend fehlende Bodenbedeckung und Vegetation erlaubt einen freien Blick auf den Untergrund. Ungewöhnliche plattentektonische Vorgänge haben zu einer weltweit einmaligen geologischen Situation geführt. Während der Kreidezeit wurde die ozeanische Kruste des Golfs von Oman auf die arabische Kontinentalplatte aufgeschoben. Dadurch liegen nun Gesteine und geologische Strukturen bis hin zur Grenze zwischen Erdmantel und Erdkruste, die sonst etliche Kilometer unter dem Tiefseeboden verborgen sind, direkt an der Erdoberfläche. Die Gesteine des oberen Erdmantels und der ozeanischen Kruste können dort – ebenso wie der kreidezeitliche Tiefseeboden mit seinen vulkanischen Erscheinungen und den damit verbundenen Erzlagerstätten – direkt studiert werden. Diese bilden, neben Öl und Erdgas, die Basis der omanischen Bergbauindustrie und wurden schon in der frühen Antike genutzt.

Im Vortrag wird neben den geologischen Verhältnissen auch ein Einblick gegeben in ein modernes, sich gleichwohl seiner Kultur und Traditionen sehr bewusstes arabisches Land, das sich in vielerlei Hinsicht von seinen Nachbarn unterscheidet.

Parkplätze sind auf dem Gelände der Zeche Nachtigall vorhanden, der Eintritt ist frei.

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