Lommboock Kinopremiere in Köln

Lomm­boock, ab 23. März im Kino

Vor 15 Jah­ren kehr­te Ste­fan (LUCAS GREGOROWICZ) sei­ner Hei­mat­stadt Würz­burg den Rücken zu — und ließ mit ihr sei­nen bes­ten Kum­pel Kai (MORITZ BLEIBTREU) und den gemein­sa­men Piz­za­ser­vice „Lamm­bock” hin­ter sich, der als Deck­man­tel für einen flo­rie­ren­den Can­na­bis-Han­del gute Diens­te geleis­tet hat­te. Er zog los, um sich sei­nen Wunsch­traum zu erfül­len, in der Kari­bik mit­ten am Strand eine eige­ne Bar auf­zu­ma­chen. Jetzt steht er kurz davor, die­sen Traum end­lich in die Tat umzu­set­zen — eine Strand­bar mit Reg­gaefee­ling. Zumin­dest fast.

Denn Ste­fan hat es nach Dubai ver­schla­gen, wo er sich in die taf­fe und anspruchs­vol­le Geschäfts­frau Yas­e­min (MELANIE WINIGER) ver­liebt hat, Toch­ter eines schwer rei­chen Magna­ten in den Ver­ei­nig­ten Ara­bi­schen Emi­ra­ten. In Kür­ze soll Hoch­zeit sein. Als Neben­pro­jekt spen­diert ihm der künf­ti­ge Schwie­ger­va­ter besag­te Strand­bar, wo fal­sche Joints ver­kauft wer­den.

Einen Schön­heits­feh­ler gibt es aller­dings noch: Um hei­ra­ten zu kön­nen, muss Ste­fan sei­ne Geburts­ur­kun­de aus Würz­burg vor­le­gen. Weil die Zeit drängt, ent­schließt Ste­fan sich zu einem Kurz­trip zurück in die ihm fremd gewor­de­ne Hei­mat, von der er gehofft hat­te, sie end­lich hin­ter sich gelas­sen zu haben. Und er will dort auch, um der alten Freund­schaft Wil­len und weil es sich so gehört, Kai noch ein­mal tref­fen.

Für Kai hat sich in der Zeit nicht so viel geän­dert. Er lebt zwar seit eini­gen Jah­ren mit Sabi­ne (MAVIE HÖRBIGER) zusam­men, die den 15-jäh­ri­gen Jona­than (LOUIS HOFMANN) in die Bezie­hung mit­ge­bracht hat, aber vom Kif­fen hat er sich nicht abbrin­gen las­sen. Die Nach­richt, dass Ste­fan in der Hei­mat vor­bei­schau­en will, ver­steht Kai als Wink des Schick­sals, die alten Zei­ten noch ein­mal auf­le­ben zu las­sen.

Als sich die bei­den Freun­de am Münch­ner Flug­ha­fen wie­der­se­hen, stellt sich schnell her­aus, dass sie sehr unter­schied­li­che Vor­stel­lun­gen davon haben, wie sich Ste­fans Kurz­trip gestal­ten soll. Ste­fan fühlt sich fremd in der alten Hei­mat und will ein­fach nur schnell das Geschäft­li­che erle­di­gen, um wie­der weg zu kom­men. Kai sieht das ganz anders: Er ist froh, sei­nen bes­ten Freund wie­der an sei­ner Sei­te zu haben, und will mit ihm wie­der rich­tig Gas geben, her­um­al­bern, kif­fen.

Ste­fan merkt schnell, dass zwi­schen Kai und Sabi­ne dicke Luft herrscht und sein Freund völ­lig über­for­dert ist, von sei­nem Zieh­sohn Jona­than als Auto­ri­täts­fi­gur akzep­tiert zu wer­den. Jona­than will das Abi schmei­ßen und lie­ber in den Tag hin­ein­le­ben — und Kai ist ein­deu­tig nicht der Rich­ti­ge, um den jun­gen Mann vom Gegen­teil zu über­zeu­gen, auch wenn er sich und Sabi­ne das ein­re­det.

Der nächs­te Zwi­schen­stopp ist Kais Asia-Lie­fer­ser­vice „Lomm­bock”, den er in den alten Räum­lich­kei­ten des Piz­za­ser­vices „Lamm­bock” auf­ge­zo­gen hat. Drau­ßen vor dem Ein­gang steht noch immer der Wohn­wa­gen von Frank (WOTAN WILKE MÖHRING) und Schön­geist  (ANTOINE MONOT, JR.). Fet­te Rauch­schwa­den, die aus dem Wagen quel­len, kün­den davon, dass sich zumin­dest bei die­sen bei­den defi­ni­tiv nichts ver­än­dert hat. Im „Lomm­bock” baut nun auch Kai einen ers­ten Joint. Ste­fans Wider­stand ist schnell gebro­chen. Bin­nen kür­zes­ter Zeit sind die bei­den völ­lig breit. So breit, dass sie kom­plett ver­pen­nen, recht­zei­tig zur Behör­de zu fah­ren und die Geburts­ur­kun­de abzu­ho­len. Als Ste­fan schließ­lich ankommt, steht er vor ver­schlos­se­nen Türen. Doch dann trifft er völ­lig uner­war­tet auf Jen­ny (ALEXANDRA NELDEL), sei­ne Ex-Freun­din von damals, die eigent­lich nach Lon­don gegan­gen war, um Kunst zu stu­die­ren, nun aber als Kul­tur­re­fe­ren­tin wie­der in Würz­burg arbei­tet: Durch ihre Hil­fe erhält Ste­fan schließ­lich doch noch sei­ne Geburts­ur­kun­de. Kai bringt den Freund zurück zum Flug­ha­fen. Bei einem letz­ten Abschieds­joint im Auto wer­den die bei­den vom Bun­des­grenz­schutz über­rascht — und Ste­fan ver­passt den Flug.

Yas­e­min reagiert unge­hal­ten, als Ste­fan ihr per Sky­pe die Situa­ti­on erklärt. Nur mit Mühe kann er sei­ne Ver­lob­te davon über­zeu­gen, dass Kai der­je­ni­ge war, der einen Joint geraucht hat, und er nur dabei saß. Yas­e­min lässt ihn wis­sen, dass er vor der Hoch­zeit noch ein­mal auf Herz und Nie­ren getes­tet wer­de, wozu auch ein Dro­gen­test gehö­re. Das sind denk­bar schlech­te Nach­rich­ten nach der ver­gan­ge­nen Nacht. Um Ste­fan die nöti­ge Zeit zu geben, alle Rück­stän­de des THC wie­der aus sei­nem Kör­per aus­zu­schei­den, tischt Kai Yas­e­min eine ver­rück­te Geschich­te auf, dass er Mari­hua­na nur aus medi­zi­ni­schen Grün­den brau­che, um sei­ne Krebs­er­kran­kung erträg­lich zu machen. Betrof­fen lenkt Yas­e­min ein. Ste­fan kön­ne unter die­sen Umstän­den noch zwei Wochen in Würz­burg blei­ben und sei­nem Freund bei­ste­hen.

Es sind zwei Wochen, in denen sich die Ereig­nis­se förm­lich über­schla­gen und alles in Fra­ge gestellt wird, was Kais und Ste­fans Leben defi­niert: Sabi­ne nimmt sich eine Aus­zeit, weil sie die Nase voll hat von Kais lee­ren Ver­spre­chun­gen und sei­ner ewi­gen Unent­schlos­sen­heit. Kai wird den Ver­dacht nicht los, Jona­t­hans Ver­wei­ge­rungs­hal­tung und Geheim­nis­krä­me­rei kön­ne daher rüh­ren, dass er sich Sala­fis­ten ange­schlos­sen hat. Aller­dings erkennt er dann, dass Jona­than tat­säch­lich als Dro­gen­ku­rier arbei­tet — was ihn dras­ti­sche Maß­nah­men ergrei­fen lässt, um den Jun­gen wie­der auf den rech­ten Pfad zurück­zu­brin­gen. Damit bringt er aber nicht nur Jona­than, son­dern auch sich selbst in gro­ße Schwie­rig­kei­ten. Ste­fan trifft sich abends mit Jen­ny und stellt fest, wie sehr er sie ver­misst hat: So gut wie mit ihr kann er sich sonst mit nie­man­dem unter­hal­ten, und auch die kör­per­li­che Anzie­hungs­kraft ist grö­ßer als sie sein soll­te, wenn man in weni­gen Wochen eine ande­re Frau hei­ra­ten will. Dann erfah­ren Kai und Ste­fan zu allem Über­fluss auch noch, dass ihr Kif­fer­kum­pel Frank in die geschlos­se­ne Abtei­lung des Kran­ken­hau­ses ein­ge­lie­fert wur­de — tota­le Psy­cho­se. Wäh­rend sie ver­zwei­felt an der Lösung all ihrer Pro­ble­me arbei­ten, rückt der Hoch­zeits­ter­min immer näher, die Hoch­zeit selbst aber immer wei­ter in den Hin­ter­grund. Und der Moment, in dem die bei­den Freun­de Kai und Ste­fan ent­schei­den müs­sen, was sie wirk­lich vom Leben wol­len, ver­än­dert alles.

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