Techno Classica 2018 — Uneinholbar die besucherstärkste Klassik-Weltmesse

Sie ist unein­hol­bar die besu­cher­stärks­te Klas­sik-Welt­mes­se welt­weit und DER Treff­punkt der inter­na­tio­na­len Klas­si­ker-Gemein­schaft: Mit über 185.000 Besu­chern fes­tig­te die Tech­no-Clas­si­ca Essen ihre Posi­ti­on als Num­mer 1 der inter­na­tio­na­len Klas­si­ker-Mes­sen. Und sie ist mit ihrem unüber­trof­fen hohen Anteil ver­kauf­ter Old­ti­mer, Young-Clas­sics, Lieb­ha­ber- und Samm­ler-Auto­mo­bi­len der bedeu­tends­te Klas­si­ker-Welt­han­dels­platz.

Die Tech­no-Clas­si­ca Essen ist für uns die wich­tigs­te Klas­si­ker–Mes­se.“ Otto Fer­di­nand Wachs, Chef der Auto­stadt in Wolfs­burg, bringt es auf den Punkt: „Bei kei­ner ande­ren Auto­mo­bil­aus­stel­lung errei­chen wir so vie­le Men­schen mit Ben­zin im Blut wie in Essen.“ Mit Klas­si­kern, die sie sonst eher unter Ver­schluss hal­ten, fas­zi­nier­ten die 27 Klas­sik-Abtei­lun­gen der nam­haf­tes­ten inter­na­tio­na­len Auto­her­stel­ler die Mes­se-Besu­cher, die aus mehr als 81 Natio­nen nach Essen ström­ten. Dabei schau­ten sie in den Rück­spie­gel – und auch nach vor­ne: Jagu­ar Land Rover bei­spiels­wei­se offen­bar­te kon­kre­te Plä­ne für eine neu­es Deutsch­land-Klas­sik­zen­trum der Bri­ten – in Essen, der Mes­se-Haupt­stadt der Old­ti­mer-Sze­ne. Clas­sic-Lei­ter Deutsch­land Till Beck­mann: „Für die­se Neu­ig­keit ist die Tech­no-Clas­si­ca Essen das idea­le Podi­um.“ Auch ande­re Her­stel­ler wie Mer­ce­des-Benz und BMW nutz­ten die Welt­mes­se zu einem Brü­cken­schlag in die Moder­ne. Uwe Mer­tin, Chef von Opel Clas­sic: „Nur wer die Geschich­te kennt, kann die Zukunft erklä­ren. Des­halb prä­sen­tier­ten wir den Insi­gnia in Essen als Deutsch­land-Pre­mie­re zusam­men mit Kapi­tän-, Admi­ral- und Diplo­mat-Klas­si­kern ver­gan­ge­ner Gene­ra­tio­nen.“

Die Rüs­sels­hei­mer hat­ten auch zur Son­der­schau „Unter Strom – die Geschich­te der Elek­tro­mo­bi­li­tät“ einen Ampera-e bei­ge­steu­ert, der zusam­men mit zwei Elek­tro­au­tos von 1881 und 1915, einem Ben­zi­ner von 1910 sowie
einem Dampf­wa­gen von 1919 eine span­nen­de Rei­se in die auto­mo­bi­le Ver­gan­gen­heit bot. Hei­ner Röss­ler, einer der Expo­nat-Leih­ge­ber und Initia­tor des Auto­mu­se­um Mel­le: „Ich war erstaunt, wie vie­le der Mes­se­be­su­cher wir mit die­sem span­nen­den The­ma erreich­ten.“

Hei­di und Hudo: Die­ses Duo steht exem­pla­risch für den Enthu­si­as­mus und für das Enga­ge­ment, das die Tech­no-Clas­si­ca Essen von vie­len ande­ren Ver­an­stal­tun­gen die­ser Art abhebt: Sie ist die Welt­mes­se der Auto­mo­bil-Lei­den­schaft. Und sie bringt selbst Pro­mi­nen­te dazu, mehr als nur einen Tag in ihrem prall­ge­füll­tem Ter­min­ka­len­der frei­zu­schau­feln. „Drei Tage frö­ne ich auf der Tech­no-Clas­si­ca mal wie­der so rich­tig mei­nem Lieb­lings-Hob­by“, gestand Fern­seh­koch Horst Lich­ter. Und auch Rock-Legen­de und Old­ti­mer-Enthu­si­ast Peter Kraus genoss die Tech­no-Clas­si­ca. Nicht nur er als Stamm­gast der Leit­mes­se ent­deck­te in Essen wie­der vie­le außer­ge­wöhn­li­che Rari­tä­ten. Die inter­na­tio­na­le Jury des Con­cours d‘Elégance hat­te die­ses Jahr wie­der die Qual der Wahl unter unzäh­li­gen her­aus­ra­gen­den Fahr­zeu­gen. Sie ver­gab ins­ge­samt 33 Aus­zeich­nun­gen – der Titel des Best of Show ging an einen traum­haft schö­nen Alfa Romeo 3000 Super­flow IV mit Pin­in­fa­ri­na-Karos­se­rie aus dem Jahr 1960.

Der Wagen kam eigens aus Eng­land nach Essen – einer von rund 2.700 Klas­si­kern, die zum Ver­kauf stan­den und die Mes­se zum welt­größ­ten Klas­si­ker-Han­dels­haus machen. Auch hier zeig­te sich die Tech­no-Clas­si­ca als Trend-Baro­me­ter. Exper­ten hat­ten zuvor kon­sta­tiert, dass sich der Markt für Samm­ler­au­to­mo­bi­le nach einer hek­ti­schen Hausse der letz­ten vier bis fünf Jah­re auf Tal­fahrt befän­de. Den­noch berich­ten die Pro­fi-Händ­ler wie Eber­hard Thie­sen von sehr guten Ver­kaufs­er­geb­nis­sen. Und Bern­hard Ker­kloh, Chef von Moven­di in Düs­sel­dorf, straf­te die­je­ni­gen Lügen, die vor der Mes­se einen Ein­bruch des Klas­si­ker-Markts erwar­te­ten: „Wie in den Jah­ren zuvor haben wir neun Autos ver­kauft.“ Der Markt, so die all­ge­mei­ne Erkennt­nis hat sich
Die Rüs­sels­hei­mer hat­ten auch zur Son­der­schau „Unter Strom – die Geschich­te der Elek­tro­mo­bi­li­tät“ einen Ampera-e bei­ge­steu­ert, der zusam­men mit zwei Elek­tro­au­tos von 1881 und 1915, einem Ben­zi­ner von 1910 sowie einem Dampf­wa­gen von 1919 eine span­nen­de Rei­se in die auto­mo­bi­le Ver­gan­gen­heit bot. Hei­ner Röss­ler, einer der Expo­nat-Leih­ge­ber und Initia­tor des Auto­mu­se­um Mel­le: „Ich war erstaunt, wie vie­le der Mes­se­be­su­cher wir mit die­sem span­nen­den The­ma erreich­ten.“

Ohne­hin erwies sich das erwei­ter­te Son­der­schau-Pro­gramm des Mes­se-Ver­an­stal­ters S.I.H.A. als Voll­tref­fer: Sie­ben For­mel-1-Sie­ger­wa­gen und ein Renn­sport­wa­gen der Grand Prix-Ren­nen in Mon­te Car­lo von 1952 bis ins Jahr 1960 vom „Mona­co Grand Prix – The Gol­den Fif­ties“ ver­setz­te Exper­ten und Lai­en glei­cher­ma­ßen in Erstau­nen. Star der Super-Schau war der Mase­ra­ti 250 F von 1957 – über 20 Jah­re war Juan Manu­el Fan­gi­os Sie­ger­wa­gen öffent­lich nicht zu sehen. Die drit­te Son­der­schau bestritt eine eben­so tap­fe­re wie uner­schro­cke­ne Frau: Hei­di Het­zer, Urge­stein der Klas­sik-Sze­ne, war kurz vor der Tech­no-Clas­si­ca Essen von einer 960 Tage wäh­ren­den Welt­um­run­dung mit ihrem Hud­son Eight von 1927 nach Deutsch­land zurück­ge­kehrt. Den Mes­se-Besu­chern erzähl­te die knapp 80-Jäh­ri­ge Ber­li­ne­rin live vor ihrem noch stau­bi­gen „Hudo“ von ihrer Rei­se.
wie­der beru­higt und ist wie­der bere­chen­ba­rer gewor­den. Mari­us Bru­ne, Geschäfts­füh­rer des Markt­be­ob­ach­ters Clas­sic Data, kon­sta­tiert: „Gute Klas­si­ker mit nach­voll­zieh­ba­rer His­to­rie erzie­len nach wie vor gute Prei­se.“ Zwei Bei­spie­le ver­deut­li­chen die Rol­le der Tech­no-Clas­si­ca als ver­kaufs­stärks­te Klas­si­ker–Mes­se: Ein Fiat 8V als von Vigna­le karos­sier­tes Ein­zel­stück von 1953 brach­te einen Preis im Mil­lio­nen-Bereich, eben­so wie ein Bugat­ti 57 SC mit Gan­g­loff-Karos­se­rie von 1938. Ein BMW Z1 Alpi­na Young­ti­mer wur­de bereits in der ers­ten Stun­de nach Mes­se-Eröff­nung für sagen­haf­te 165.000 Euro ver­kauft. Auch bei Gebrauchs-Klas­si­kern in der Preis­la­ge bis 100.000 Euro hin­gen zum Mes­se-Ende auf­fäl­lig vie­le „Ver­kauft“- Schil­der. „Nach unse­ren Schät­zun­gen fan­den bei der Tech­no-Clas­si­ca Essen mehr als 40 Pro­zent der ange­bo­te­nen Samm­ler­fahr­zeu­ge neue Besit­zer“, sagt Ste­fan P. Eck von der S.I.H.A.

Doch es sind nicht nur die Samm­ler-Fahr­zeu­ge, die die „Welt­mes­se für Old­ti­mer, Clas­sic- & Pres­ti­ge-Auto­mo­bi­le, Motor­sport, Motor­rä­der, Ersatz­tei­le, Restau­rie­rung und Welt-Club­treff“ so ein­zig­ar­tig machen. Ob Modell­au­tos, Kunst, Auto-Lite­ra­tur, Klas­sik-Dienst­leis­tun­gen oder Ersatz­tei­le: in Essen wur­de jeder Besu­cher fün­dig. So fand ein Enthu­si­ast aus Isra­el end­lich den lang­ge­such­ten Ersatz für die zer­bro­che­ne Glas­ab­de­ckung des Kühl­fachs der hin­te­ren Mit­tel­arm­leh­ne sei­nes Mer­ce­des 560 S Cou­pés.

Es ist das Herz­blut für Old­ti­mer und Auto­his­to­rie, mit der Aus­stel­ler wie Besu­cher die Tech­no-Clas­si­ca Essen zur Num­mer 1 machen. Bei­spiel­haft dafür ste­hen auch die rund 200 ehren­amt­lich betreu­ten Club­stän­de, die sich und ihr Enga­ge­ment in Essen prä­sen­tier­ten. Ihr Enga­ge­ment erkennt die S.I.H.A. als Ver­an­stal­ter all­jähr­lich mit Prei­sen für die fan­ta­sie­volls­ten Prä­sen­ta­tio­nen an. 2017 konn­ten die Old­ti­mer Freun­de Dort­mund den ers­ten Platz und damit eine erkleck­li­che Sum­me für die Club­kas­se ein­heim­sen – mit einer ori­gi­nel­len Sze­ne unter dem zwei­deu­tig-augen­zwin­kern­den Mot­to „Cha­teau Suff“. Das gro­ße Enga­ge­ment der Clubs hat einen Grund „Auf kei­ner ande­ren Mes­se errei­chen wir ein so inter­na­tio­na­les Publi­kum wie in Essen“, so Dr. Mar­tin Röder, Vor­stands­mit­glied der Mer­ce­des-Benz Inter­es­sen­ge­mein­schaft. Er bringt die Rol­le der Tech­no-Clas­si­ca Essen für alle Klas­si­ker-Enthu­si­as­ten auf einen kur­zen Nen­ner: „Man trifft sich in Essen – und gehört dazu.“

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