Sam Bennett ist der Sieger des Sparkassen Münsterland Giro 2017

Im Sprint setz­te sich der Ire (Bora-hans­gro­he) nach 198,6 Kilo­me­tern vor Phil Bau­haus (Sun­web) und André Grei­pel (Lot­to-Sou­dal) durch.

Vier Aus­rei­ßer bestimm­ten zunächst das Renn­ge­sche­hen. Direkt mit dem schar­fen Start erhöh­te nie­mand Gerin­ge­rer als Tony Mar­tin (Katu­sha-Alpe­cin) das Tem­po und setz­te sich vom Feld ab. Zunächst bekam der Ex-Welt­meis­ter im Ein­zel­zeit­fah­ren Gesell­schaft von Carl Sobal­la (LKT-Team Bran­den­burg), eini­ge Kilo­me­ter spä­ter schlos­sen Luca Henn (Lot­to-Kern Haus) und der Nie­der­län­der Eti­en­ne van Empel (Room­pot-Oran­je Loterij) zu dem Duo auf.

Das Feld nahm recht schnell das Tem­po raus und ließ die vier Aus­rei­ßer gewäh­ren, bis zu fünf Minu­ten Vor­sprung hol­te das Quar­tett her­aus. Bereits 130 Kilo­me­ter vor dem Ziel orga­ni­sier­ten die Lot­to-Sou­dal, Lot­toNL-Jum­bo und Quick-Step Floors die Nach­führ­ar­beit und der Vor­sprung des Spit­zen-Quar­tetts ver­rin­ger­te sich auf 2:30 Minu­ten. Im wei­te­ren Ver­lauf blieb der Abstand zunächst kon­stant, ehe das Pelo­ton ange­führt von den World­Tour-Teams 45 Kilo­me­ter vor dem Ziel das Tem­po kon­se­quent erhöhte.

Als das Feld nur noch eine hal­be Minu­te hin­ter den Aus­rei­ßern lag, griff Carl Sobal­la an und Tony Mar­tin ging mit. Die ande­ren bei­den Renn­fah­rer wur­den vom Feld zurück­ge­holt. Das Duo hol­te wie­der rund eine Minu­te Vor­sprung her­aus, aber auch ihre Flucht wur­de schließ­lich nach 175 Kilo­me­tern an der Spit­ze, 20 Kilo­me­ter vor dem Ziel, been­det. Wei­te­re Atta­cken wwur­den nicht mehr zugelassen.

Das Pelo­ton ging geschlos­sen auf die Ziel­run­den in Müns­ter, so dass die Ent­schei­dung in einem äußerst knap­pen Sprint fiel, in dem das Ziel­fo­to über Sieg und Nie­der­la­ge ent­schied. Bora-hans­gro­he-Pro­fi Sam Ben­nett hat­te weni­ge Mil­li­me­ter vor Phil Baushaus und André Grei­pel die Nase vorn. Die Sprint­wer­tung ent­schied Luca Henn für sich, Sie­ger der Berg­wer­tung war Carl Sobal­la — bei­de waren Teil der Spit­zen­grup­pe des Tages.

«Die Mühe des Teams hat sich aus­ge­zahlt. Ich habe mich an das Finish vor zwei Jah­re erin­nert und wuss­te: wenn ich hier gewin­nen will, muss ich den Sprint früh eröff­nen, weil die Ziel­ge­ra­de eng ist», erklär­te Sam Ben­nett. «Die Sprint­vor­be­rei­tun­gen waren sehr hek­tisch. Ich hat­te das Hin­ter­rad von Alex­an­der Kristoff, habe es aber ver­lo­ren, hat­te aber den­noch eine gute Posi­ti­on. 300 Meter vor dem Ziel bin ich ein­fach los­ge­sprin­tet und habe alles gege­ben. Es war knapp, aber es hat gereicht. Es war das letz­te Ren­nen in Deutsch­land und für mei­ne Mann­schaft Bora-hans­gro­he ist es wich­tig, auch Ergeb­nis­se in Deutsch­land ein­zu­fah­ren. Ich freue mich, dass es geklappt hat.»

Auch Orga­ni­sa­ti­ons­lei­ter Rai­ner Berg­mann war von der Ver­an­stal­tung begeis­tert: «Wenn ich mir die ers­ten Zehn angu­cke, kann man mit dem Pro­firen­nen sehr zufrie­den sein — genau­so wie mit dem Fina­le und dem Wet­ter. Viel bes­ser und span­nen­der konn­te das Ren­nen nicht sein.»


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