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Tage des Provinzfilms: Drehbuchworkshops für alle

usch luhn

Die bekannte Kinderbuchautorin Usch Luhn gibt im Rahmen der „Tage des Provinzfilms“ zwei Workshops rund um das Thema Drehbuch. Foto: Privat

(SMS). Im Rahmen der „Tages des Provinzfilms“ bieten die Veranstalter Filmservice .Land und Linse drei Workshops rund um das Thema „Drehbuch“ an. Den Anfang macht ein Filmworkshop für Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeiter: „Filmprojekte mit Kindern und Jugendlichen“ am Donnerstag, 15. September.

Filmen steht bei Kindern und Jugendlichen hoch im Kurs. Für viele gehört die Nutzung der Handykamera zum Alltag, doch die Ergebnisse der jugendlichen Filmemacher lassen oft zu wünschen übrig. Den meisten von ihnen fehlen weitgehend die Grundlagen des Filmemachens. Der Workshop mit Usch Luhn, die vor allem als Kinderbuchautorin und Filmdramaturgin arbeitet, beschäftigt sich mit diesem Basiswissen. Er findet von 10 bis 13 Uhr statt. Der Workshop richtet sich an Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeiter.

Weiter geht es am Donnerstagnachmittag von 15 bis 18 Uhr mit einem Workshop für Film-Einsteiger: „Stoffentwicklung – Wie wird aus meiner Idee ein Drehbuch?“. Hans-Erich Viet, Autor und Regisseur, gibt dabei Einblicke in die Grundlagen des Drehbuchschreibens und der Filmentwicklung. Der Workshop richtet sich an erwachsene Autorinnen und Autoren, die gerne einmal ein Drehbuch schreiben möchten.

Ein Drehbuchworkshop für Schülerinnen und Schüler schließlich findet am Freitag, 16. September, von 10 bis 13 Uhr statt. In „Das ist ja abgedreht! Von der Idee zum Filmdrehbuch“ geht Usch Luhn von 10 bis 13 Uhr mit Schülerinnen und Schülern Fragen rund um die Entstehung eines Filmdrehbuchs auf den Grund. Was ist bei einem Drehbuch anders als bei einer Geschichte? Kann man ein Drehbuch auch zu mehreren schreiben? Teilnehmen können Schulklassen und –kurse aller Schulformen und Jahrgangsstufen sowie Auszubildendengruppen.

Eine Anmeldung zu den Workshops ist ab sofort möglich bei Nicola Ebel, filmservice@stadt-muenster.de, Tel.: 0251 – 4921380 und bei Jens Schneiderheinze, jesch@cinema-muenster.de, Tel.: 0251 – 30307. Der Workshop für erwachsene Film-Einsteiger kostet 15 Euro, die beiden anderen sind kostenlos. Alle Workshops finden im Rahmen der „Tage des Provinzfilms 2016“ (14. bis 17. September) im Cinema in , Warendorfer Straße 45, statt, einer Veranstaltung von Filmservice .Land und der Linse.








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Acrylarbeiten von Karin Ewald im Stadthaus 1

acrylarbeiten

Foto: Ordnung in der Vielfalt: Auf Einladung von Bürgermeisterin Wendela-Beate Vilhjalmsson (l.) zeigt Karin Ewald bis zum 15. Januar ihre Acrylbilder im Stadthaus 1. Foto: Presseamt .

(SMS) „Ordnung in der Vielfalt“, unter diesem Titel ist auf Einladung von Bürgermeisterin Wendela-Beate Vilhjalmsson eine mit Acrylbildern von Karin Ewald im Stadthaus 1 zu sehen.

Die Künstlerin abstrahiert tatsächlich Erlebtes. So finden sich einerseits Landschaften mit irritierenden graphischen Formen in ihren Bildern, zum anderen gibt es freiere Darstellungen mit Anklängen an die Wirklichkeit. Mit ihren Arbeiten will sie die Vielfalt des Lebens in eine gewisse Ordnung bringen und setzt dafür unter anderem kubistische Elemente ein. Eine Ordnung, die eine komplexe Wirklichkeit auf einfache Strukturen reduziert.

Bei genauem Hinsehen erkennt man etwa die mittelalterlichen Türme von Tallinn in Estland. Einige Landschaftsbilder sind mit Eindrücken von den ruhigen Wäldern oder der Ostsee in Finnland und Estland entstanden. Das Serienhafte spiegelt sich in verschiedenen Farbkombinationen wider. Der Widerstreit eckiger und runder, weicher Formen ist ein weiteres Thema ihrer Malerei.

Seit 20 Jahren beschäftigt sich die gelernte Berufsschullehrerin Karin Ewald mit der Malerei. Sie besuchte verschiedene Kurse und Sommerakademien. In Trier absolvierte sie ein Intensivstudium an der Europäischen Kunstakademie. Sie ist Mitglied im TUN-Arbeitskreis Kunst 83 e.V. Im Frühjahr 2016 nahm sie an einer Gemeinschaftsausstellung im Krameramtshaus teil.

Die ist bis zum 15. Januar im Stadthaus1, 1. Etage, zu den üblichen Öffnungszeiten zu sehen.








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In der Schulmensa lecker und gesund essen

ausgewogene ernaehrung

Ausgewogene Ernährung, die auch noch richtig lecker ist. So soll die Schulverpflegung der Zukunft sein, finden Cornelia Espeter von der Vernetzungsstelle Schulverpflegung; Sabine Stens, Gesundheitsamt der Stadt , Qualitätsmanagement Kita- und Schulverpflegung; Melanie Fülles, A´verdis; Jeanette Diedenhofen, Gesundheitsamt der Stadt , Qualitätsmanagement Kita- und Schulverpflegung (v.l.). Foto: Stadt

(SMS) „Zukunft mitgestalten! Caterer, Schulen und Verwaltung gemeinsam auf dem Weg zu einer zukunftsfähigen Schulverpflegung“: Der Titel des Treffens von 65 Akteuren aus dem Bereich Schulverpflegung war Programm. Sie waren im Rahmen des vom Bundministerium für Ernährung und Landwirtschaft initiierten Projektes „Bio kann jeder“ im Stadtweinhaus zusammengekommen. Zum Auftakt appellierte der Leiter des Gesundheitsamtes, Dr. Norbert Schulze Kalthoff, das Thema Schulverpflegung angesichts steigender Essenszahlen weiter innovativ und richtungsgebend anzugehen.

„Kinder brauchen uns, unsere Verantwortung und unser Vorbild für eine ausgewogene, nachhaltige und zukunftsgebende Verpflegung. Wir dürfen den Kopf nicht in den Sand stecken angesichts der Vielzahl an Herausforderungen, die uns in der Praxis und mit der Mittagsverpflegung begegnen“, bezog Jeanette Diedenhofen vom Team Qualitätsmanagement Kita- und Schulverpflegung des städtischen Gesundheitsamtes Stellung. Cornelia Espeter von der Vernetzungsstelle Schulverpflegung wies auf den Qualitätsstandard Schulverpflegung der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) hin und stellte heraus, „dass die Kinder auch Augenfutter bekommen. Das muss appetitlich angerichtet und farblich anregend zusammengestellt sein.“

Laut Beratungsunternehmen A’verdis können 10 Prozent Bio ohne Mehrkosten bei der Schulverpflegung umgesetzt werden. Melanie Fülles unterfütterte dies: „Bio ist nicht im klassischen Sinne gesünder. Aber wenn wir uns die Vorteile allein für Natur, Klima, Biodiversität und Artenvielfalt in der Tierwelt ansehen, dann muss die Gemeinschaftsverpflegung kontinuierlich in Richtung biologische Versorgung gehen.“

Das Gesundheits- und auch das Schulamt der Stadt sehen sich in ihrem Handeln bestätigt. „Mittlerweile sind 20 Prozent Bioanteil in der Dienstleistungskonzession mit den Caterern verpflichtend“, teilte Wolfgang Wimmer vom Schulamt mit.

In vier Workshops „Nachhaltigkeit in der Schulverpflegung“, „Pausenzeiten im Ganztag“, „Nudging in der Schulverpflegung“ und „Akzeptanz der Mensa“ fanden sich die Akteure zur Ideenschmiede zusammen. Sie entwickelten Ideen, wie bei allen Herausforderungen das Bio-Thema weiter im Sinne der Kinder und Jugendlichen vorangetrieben werden kann.

„Einfach mal den Tisch decken“, rief Werner Schlöpker, stellvertretender Schulleiter der Gesamtschule Mitte, zum guten Schluss auf. Die Akteure wollen im Gespräch bleiben, um gemeinsam das Ziel „Schulverpflegung in Münster – gesund und lecker“ zu erreichen.








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Unglaubliches vom „Rumpelstilzchen“

rumpelstilzchen

Den Märchenfaden vom Rumpelstilzchen spinnt am 17. Juli das Figurentheater Anna Rampe beim „Roten Hund“ am Alten Zoo weiter. Foto: Klaus Zinnecker

(SMS) Ein Müller prahlte einst damit, dass seine Tochter Golda Stroh zu Gold spinnen könne. Was natürlich nicht stimmte. Eine dumme Sache, die schlecht hätte ausgehen können, wäre da nicht dieses kleine böse Männchen gewesen.

Wie die Geschichte vom „Rumpelstilzchen“ weitergeht, weiß die Puppenspielerin Anna Fregin vom Theater Anna Rampe. Sie spinnt den Märchenfaden der Brüder Grimm nach einer wahrscheinlich wahren Begebenheit am Sonntag, 17. Juli, beim Kinder- und Familientheater „Roter Hund“ weiter.

Dann erzählt Königin Golda die unglaubliche Geschichte, wie das Rumpelstilzchen einen Haufen Gold aus Stroh spann, der Diener mit dem Edelmetall türmte und der König und die Müllerstochter heirateten. Ihr erstes Kind bekam das Rumpelstilzchen dennoch nicht, obwohl es versprochen war. Der König selbst sattelte sein Pferd, spürte das Männlein auf und lauschte ihm seinen Namen ab. Doch fast wäre noch alles schief gegangen.

Daniel Wagner führt Regie beim ausgezeichneten Berliner Figurentheater („Kindertheater des Monats“, Kultursekretariat), die hat Ralf Wagner gebaut und die Puppen Mechtild Nienaber und Ralf Wagner.

Info: Seit dem Jahr 2000 beschert die Kulturamtsreihe, benannt nach der roten Hundefigur des Künstlers Keith Haring, am alten Zoo an der Himmelreichallee kurzweiliges Theater für Menschen ab vier Jahren. Bart Hogenboom hat die künstlerische Leitung, Kooperationspartner ist das Theater Scintilla. Die Aufführungen finden jeweils um 11 und 16 Uhr unter freiem Himmel auf der Wiese an der Eulenburg statt. Picknickdecken und Klappstühle sind sinnvolle Mitbringsel. Bei schlechtem Wetter wird in der benachbarten Westfälischen Schule für Musik gespielt. Der Eintritt ist frei. Infos im Stadtportal unter www.stadt-muenster.de/kulturamt.








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Stadtmuseum: Fritz Groteymeyer im Osmanischen Reich

fritz groteymeyer

 Foto: Stadt

(SMS) Das Reisen im Osmanischen Reich vor 100 Jahren war beschwerlich und mitunter auch gefährlich. Dies erfuhr der münstersche Maler Fritz Grotemeyer, der dort im Ersten Weltkrieg als Bildberichterstatter unterwegs war. In einer Ölskizze hielt er zum Beispiel 1916 den Unfall eines Autos und einer Lokomotive im Taurusgebirge in der südlichen Türkei fest (Foto). Obwohl Grotemeyer auf zum Teil abenteuerliche Weise bis zur Halbinsel Sinai gelangte, erlebte er die Gefahren des Krieges nicht. Seine Beobachtungen und Begegnungen im Osmanischen Reich sind nun in der „Der Maler Fritz Grotemeyer – Orientreise 1916“ im Stadtmuseum zu sehen. Der Eintritt ist frei








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Vor 70 Jahren: Erste Care-Pakete für Münster

care pakete

Der Original-Inhalt eines Care-Pakets zieht in der die Blicke auf sich. Die Lebensmittel sind zum Teil noch in den Verpackungen enthalten. Foto: Stadt Münster (SMS)

Lebensmittelspenden durch die Hilfsorganisation Care erreichten das Nachkriegsdeutschland am 15. Juli 1946. Es war der Frachter „American Ranger“, der die ersten 35 700 Hilfspakete nach Bremerhaven transportierte. Millionen weitere sollten in den kommenden Monaten und Jahren folgen. Ab Oktober 1946 wurden die begehrten Lebensmittelpakete in der britischen Besatzungszone, also auch in , verteilt. Das Stadtmuseum nimmt das Jubiläum zum Anlass und erinnert mit seiner „Hilfe aus aller Welt für Münster“ an die Versorgung dieser Stadt in den Notjahren.

Ausgangspunkt für die Präsentation war ein Geschenk von Hilfspaketen aus der Nachkriegszeit an das Stadtmuseum. Die etwa zwei Dutzend leeren Kartons hatten die Jahre auf dem Dachboden des Deutschen Studentenheims im Breul 23 überdauert. In dem katholischen Studentenheim saß ab Sommer 1945 der Caritasverband der Diözese Münster und half bei der Verteilung von ausländischen Lebensmittelspenden.

„Die Vielfalt der verschiedenen Hilfspakete in diesem Fund ist beeindruckend“, sagt Dr. Anja Schäfers, wissenschaftliche Mitarbeiterin im Stadtmuseum Münster. Neben den in Erinnerung gebliebenen Paketen mit dem Aufdruck „Care“ gebe es zum Beispiel Kartons mit Rationen der US-Armee. „Das sind die ersten Care-Pakete“, weiß die Historikerin. „Nach dem Krieg hatte die Hilfsorganisation dem amerikanischen Militär überschüssige Rationen abgekauft und sie bis März 1947 für ihre Aktionen genutzt.“ Erst danach stellte Care seine Hilfspakete selbst zusammen, die Spenderinnen und Spender in den USA kaufen und nach Europa schicken lassen konnten.

Der Inhalt eines solchen von Care Ende der 1940er Jahre zusammengestellten Pakets wird in der Ausstellung gezeigt. Ob getrocknete Aprikosen, Pflanzenfett oder Kaffee – in den alten Pappschachteln und Konservendosen sind die Lebensmittel zum Großteil noch erhalten. Auch andere Aspekte der Versorgung in Münster nach dem Zweiten Weltkrieg werden durch Objekte wie Lebensmittelmarken oder ein Gefäß für die Schulspeisung veranschaulicht.

Die Exponate lösen bei vielen Besucherinnen und Besuchern Erinnerungen und Emotionen aus. „An ihren Reaktionen erkennt man, wie sehr diese Zeit uns Deutsche geprägt hat“, sagt Dr. Barbara Rommé, die Direktorin des Stadtmuseums. Obwohl der von Deutschland entfesselte Krieg Europa verwüstet hatte, ließ die Welt die Deutschen in ihrer Not nicht allein. Dr. Rommé: „Die Hilfen aus dem Ausland halfen beim Überleben und versprachen eine bessere Zukunft in der Gemeinschaft der Völker.“

Info: Die Ausstellung „Hilfe aus aller Welt für Münster – 70 Jahre CARE-Pakete“ ist bis zum 25. September im Stadtmuseum Münster, Salzstraße 28, zu sehen. Der Eintritt ist frei.








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Veggietag in Münster wird fünf Jahre alt

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v.l. Heike Lehmann, Gerald Müller, Heiko Wischnewski, Merle Heitkötter, Katharina Geuking Foto: Presseamt der Stadt Münster / MünsterView

Die Initiative „ isst veggie“ feiert ihr fünfjähriges Bestehen mit einem Straßenfest. Das Organisationsteam hat ein buntes, informatives Programm zusammengestellt (v.l. Heike Lehmann, Gerald Müller, Heiko Wischnewski, Merle Heitkötter, Katharina Geuking). Foto: Presseamt

(SMS) Fünf Jahre ist es her, dass der Rat der Stadt der Forderung der ehrenamtlichen Initiative „ isst Veggie“ gefolgt ist und für als erste deutsche Stadt den Donnerstag als einen freiwilligen vegetarischen Wochentag in Restaurants, Mensen und Kantinen verankert hat. Mittlerweile haben sich 50 Betriebe dem vom Gesundheitsamt der Stadt unterstützten Veggietag angeschlossen.

Die Initiative feiert den fünften Jahrestag am Samstag, 16. Juli, mit einem Straßenfest von 11 bis 18 Uhr vor dem Stadthaus 1, Klemensstraße 10. Auf der Speisekarte der Veranstaltung stehen vegetarische und vegane Schlemmereien. Dazu gibt es Informationen zur Ernährung, Verkaufsstände, Bücher, eine Tombola und Aktionen für Groß und Klein. „Die Gastronomen, die beim Veggietag mitmachen, leisten einen wichtigen Beitrag zur klimafreundlichen und nachhaltigen Ernährung“, sagt Heiko Wischnewski, Mitbegründer der Initiative.

„Münster isst Veggie“ begleitet den freiwilligen vegetarischen Donnerstag in Münster. Die Initiative hat inzwischen mit über 40 Infoständen und vielen Vorträgen über die Auswirkungen der Ernährung auf Gesundheit, Umwelt, Klima und Tiere informiert. Mit Kochkursen und Kochshows haben die Initiatoren gezeigt, wie einfach es sein kann, vielseitige und schmackhafte vegetarische Speisen zuzubereiten.

Weitere Informationen unter www.veggietag-muenster.de.