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Stadtmuseum: Fritz Groteymeyer im Osmanischen Reich

fritz groteymeyer

 Foto: Stadt

(SMS) Das Reisen im Osmanischen Reich vor 100 Jahren war beschwerlich und mitunter auch gefährlich. Dies erfuhr der münstersche Maler Fritz Grotemeyer, der dort im Ersten Weltkrieg als Bildberichterstatter unterwegs war. In einer Ölskizze hielt er zum Beispiel 1916 den Unfall eines Autos und einer Lokomotive im Taurusgebirge in der südlichen Türkei fest (Foto). Obwohl Grotemeyer auf zum Teil abenteuerliche Weise bis zur Halbinsel Sinai gelangte, erlebte er die Gefahren des Krieges nicht. Seine Beobachtungen und Begegnungen im Osmanischen Reich sind nun in der „Der Maler Fritz Grotemeyer – Orientreise 1916“ im Stadtmuseum zu sehen. Der Eintritt ist frei











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Vor 70 Jahren: Erste Care-Pakete für Münster

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Der Original-Inhalt eines Care-Pakets zieht in der die Blicke auf sich. Die Lebensmittel sind zum Teil noch in den Verpackungen enthalten. Foto: Stadt Münster (SMS)

Lebensmittelspenden durch die Hilfsorganisation Care erreichten das Nachkriegsdeutschland am 15. Juli 1946. Es war der Frachter „American Ranger“, der die ersten 35 700 Hilfspakete nach Bremerhaven transportierte. Millionen weitere sollten in den kommenden Monaten und Jahren folgen. Ab Oktober 1946 wurden die begehrten Lebensmittelpakete in der britischen Besatzungszone, also auch in , verteilt. Das Stadtmuseum nimmt das Jubiläum zum Anlass und erinnert mit seiner „Hilfe aus aller Welt für Münster“ an die Versorgung dieser Stadt in den Notjahren.

Ausgangspunkt für die Präsentation war ein Geschenk von Hilfspaketen aus der Nachkriegszeit an das Stadtmuseum. Die etwa zwei Dutzend leeren Kartons hatten die Jahre auf dem Dachboden des Deutschen Studentenheims im Breul 23 überdauert. In dem katholischen Studentenheim saß ab Sommer 1945 der Caritasverband der Diözese Münster und half bei der Verteilung von ausländischen Lebensmittelspenden.

„Die Vielfalt der verschiedenen Hilfspakete in diesem Fund ist beeindruckend“, sagt Dr. Anja Schäfers, wissenschaftliche Mitarbeiterin im Stadtmuseum Münster. Neben den in Erinnerung gebliebenen Paketen mit dem Aufdruck „Care“ gebe es zum Beispiel Kartons mit Rationen der US-Armee. „Das sind die ersten Care-Pakete“, weiß die Historikerin. „Nach dem Krieg hatte die Hilfsorganisation dem amerikanischen Militär überschüssige Rationen abgekauft und sie bis März 1947 für ihre Aktionen genutzt.“ Erst danach stellte Care seine Hilfspakete selbst zusammen, die Spenderinnen und Spender in den USA kaufen und nach Europa schicken lassen konnten.

Der Inhalt eines solchen von Care Ende der 1940er Jahre zusammengestellten Pakets wird in der Ausstellung gezeigt. Ob getrocknete Aprikosen, Pflanzenfett oder Kaffee – in den alten Pappschachteln und Konservendosen sind die Lebensmittel zum Großteil noch erhalten. Auch andere Aspekte der Versorgung in Münster nach dem Zweiten Weltkrieg werden durch Objekte wie Lebensmittelmarken oder ein Gefäß für die Schulspeisung veranschaulicht.

Die Exponate lösen bei vielen Besucherinnen und Besuchern Erinnerungen und Emotionen aus. „An ihren Reaktionen erkennt man, wie sehr diese Zeit uns Deutsche geprägt hat“, sagt Dr. Barbara Rommé, die Direktorin des Stadtmuseums. Obwohl der von Deutschland entfesselte Krieg Europa verwüstet hatte, ließ die Welt die Deutschen in ihrer Not nicht allein. Dr. Rommé: „Die Hilfen aus dem Ausland halfen beim Überleben und versprachen eine bessere Zukunft in der Gemeinschaft der Völker.“

Info: Die Ausstellung „Hilfe aus aller Welt für Münster – 70 Jahre CARE-Pakete“ ist bis zum 25. September im Stadtmuseum Münster, Salzstraße 28, zu sehen. Der Eintritt ist frei.











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Veggietag in Münster wird fünf Jahre alt

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v.l. Heike Lehmann, Gerald Müller, Heiko Wischnewski, Merle Heitkötter, Katharina Geuking Foto: Presseamt der Stadt Münster / MünsterView

Die Initiative „ isst veggie“ feiert ihr fünfjähriges Bestehen mit einem Straßenfest. Das Organisationsteam hat ein buntes, informatives Programm zusammengestellt (v.l. Heike Lehmann, Gerald Müller, Heiko Wischnewski, Merle Heitkötter, Katharina Geuking). Foto: Presseamt

(SMS) Fünf Jahre ist es her, dass der Rat der Stadt der Forderung der ehrenamtlichen Initiative „ isst Veggie“ gefolgt ist und für als erste deutsche Stadt den Donnerstag als einen freiwilligen vegetarischen Wochentag in Restaurants, Mensen und Kantinen verankert hat. Mittlerweile haben sich 50 Betriebe dem vom Gesundheitsamt der Stadt unterstützten Veggietag angeschlossen.

Die Initiative feiert den fünften Jahrestag am Samstag, 16. Juli, mit einem Straßenfest von 11 bis 18 Uhr vor dem Stadthaus 1, Klemensstraße 10. Auf der Speisekarte der Veranstaltung stehen vegetarische und vegane Schlemmereien. Dazu gibt es Informationen zur Ernährung, Verkaufsstände, Bücher, eine Tombola und Aktionen für Groß und Klein. „Die Gastronomen, die beim Veggietag mitmachen, leisten einen wichtigen Beitrag zur klimafreundlichen und nachhaltigen Ernährung“, sagt Heiko Wischnewski, Mitbegründer der Initiative.

„Münster isst Veggie“ begleitet den freiwilligen vegetarischen Donnerstag in Münster. Die Initiative hat inzwischen mit über 40 Infoständen und vielen Vorträgen über die Auswirkungen der Ernährung auf Gesundheit, Umwelt, Klima und Tiere informiert. Mit Kochkursen und Kochshows haben die Initiatoren gezeigt, wie einfach es sein kann, vielseitige und schmackhafte vegetarische Speisen zuzubereiten.

Weitere Informationen unter www.veggietag-muenster.de.











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AWM sammelten nach dem Stadtfest 13 Tonnen Abfall ein

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Mitglieder des Orga-Teams der „ mittendrin GmbH“ dankten den AWM für die schnelle und zuverlässige Reinigung nach dem Stadtfest. Foto: Stadt

(SMS) Wo gefeiert wird, fällt Abfall an. 13 Tonnen waren es nach dem Stadtfest „ mittendrin“ am vergangenen Wochenende. „Im positiven Sinne ist das eine absolut durchschnittliche Bilanz für ein Event dieser Größe“, so Burkhard Lotz, Einsatzleiter der Abfallwirtschaftsbetriebe (AWM).

Mit den Reinigungsleistungen der AWM zeigte sich das Organisationsteam der „Münster mittendrin GmbH“ sehr zufrieden. „Ruckzuck war die Stadt wieder sauber. Das haben wir aber auch nicht anders erwartet. Die AWM sind seit jeher ein zuverlässiger Kooperationspartner für das Stadtfest“, sagt Marvin Lindenberg.

Mit drei Groß- und zwei Kleinkehrmaschinen, einem Müllwagen und acht Kräften am Besen waren die AWM in der Nacht von Freitag auf Samstag von ein Uhr bis vier Uhr dreißig und in der Nacht von Samstag auf Sonntag von ein Uhr bis fünf Uhr dreißig im Einsatz. „Die Teams haben einen super Job gemacht“, unterstreicht Burkhard Lotz.

Ein Lob geht aber auch an die Besucherinnen und des Stadtfestes. Die rund 180 orangefarbene Veranstaltungstonnen und vier Glascontainer, die die AWM im Vorfeld auf den Veranstaltungsflächen aufgestellt hatten, wurden gut genutzt.











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Nachhaltigkeit ist oberstes Gebot

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Der Projektbeirat „Global Nachhaltige Kommune“ hat zum ersten Mal getagt. Foto: Stadt

(SMS) Global denken, lokal handeln ist oberstes Gebot, geht es um die „Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung“ der UN. Auf kommunaler Ebene sollen die 17 globalen Entwicklungsziele, aufbauend auf dem Prinzip der Nachhaltigkeit, in Verbindung mit der ökonomischen, ökologischen und sozialen Entwicklung, umgesetzt und mit Leben gefüllt werden. ist eine von 15 Modellkommunen in , die bis zum Herbst 2017 eine Strategie zur Nachhaltigkeit entwickeln.

Jetzt hat der münstersche Beirat des Projektes „Global Nachhaltige Kommune in “ das erste Mal getagt. Themen wie Armut, Bildung, Wasser, Klima und Wohnraum sind auch für Münster wichtige Ziele. „Die Stadt wird wachsen und das soll nachhaltig geschehen, damit sie auch für unsere Kinder und Enkelkinder lebenswert bleibt“, so Matthias Peck, Dezernent für Wohnungsversorgung, Immobilien und Nachhaltigkeit der Stadt Münster zum Engagement der Stadt.

Eine Bestandsaufnahme aus 50 Konzepten und Strategien, 67 Projekten und 26 Bündnissen wurde von der Verwaltung vorgestellt. 40 Vertreterinnen und Vertreter aus Wirtschaft, Wissenschaft, Zivilgesellschaft, Verwaltung und Politik haben sich im Projektbeirat über mögliche Stärken, Schwächen, Chancen und Risiken im Zusammenhang mit einer nachhaltigen Entwicklung ausgetauscht. Anregungen aus dem Plenum wurden aufgenommen. Sie werden jetzt im Kernteam der Verwaltung mit der Landesarbeitsgemeinschaft Agenda 21 NRW e.V. (LAG 21 NRW) analysiert.

Das Ziel: In Zusammenarbeit mit dem Projektbeirat, als Vertreter der gesamten Stadtgesellschaft, Defizite zu erkennen und einen kontinuierlichen Prozess der Verbesserung in Gang zu setzen. Auf bestehende Konzepte wie zum Beispiel aus den Bereichen gesellschaftliche Teilhabe und Gender, Klima und Energie wird aufgebaut. Die Fäden des Projektes laufen im Amt für Grünflächen, Umwelt und Nachhaltigkeit bei den Koordinatoren Uschi Sander und Wolfram Goldbeck zusammen. Infos im Stadtportal unter. www.stadt-muenster.de/umwelt/nachhaltigkeit.

Die LAG 21 NRW setzt das Projekt „Global Nachhaltige Kommune in NRW“ in Kooperation mit der Servicestelle „Kommunen in der Einen Welt“ im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung um.


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Kabarett im Schlossgarten

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Foto: Roman Mensing

(SMS) Egal, wie absurd oder banal die Vorschläge sein mögen – das Improvisationstheater 005 macht dem Publikum eine Szene. Und was für eine! Die ad-hoc-Inszenierungen sind umwerfend komisch, manchmal auch poetisch, in jedem Fall aber originell und sehenswert. Hautnah mitzuerleben am Samstag, 9. Juli, beim „Kabarett im Schlossgarten“.

Seit mehr als 18 Jahren zeigt IMPRO 005 seine immer wieder andere „Ultimative Improshow“ vor vollen Zuschauerrängen. Auch im Schlossgarten geizen Irmhild Willenbrink, Marcell Kaiser und Marcus Loebe-Keuter nicht mit überraschenden Entwicklungen, skurrilen Charakteren und Einlagen zum Schmunzeln oder Ablachen. Längst hat der atemberaubende Ritt durch alle (un)möglichen Situationen des Lebens Kultstatus erreicht.

Das Markenzeichen von IMPRO 005 ist die erfrischende und temporeiche Kleinkunst-Unterhaltung auf professionellem Niveau. Das Publikum führt Regie, bestimmt mit seinen Vorgaben das Theatermenü. In „5-4-3-2-1″ Sekunden wird prompt serviert. Action, Horror, Dramatik, Musik. Die Szenen führen kreuz und quer durch den Genre Dschungel. Ob schrill oder harmonisch, besinnlich oder melodisch, komisch oder absurd – sie setzen die Vorschläge der Zuschauer in Szene: spontan, temporeich, aus dem Bauch heraus und garantiert ganz anders als man denkt.

Info: Karten gibt es in der Information im Stadthaus 1, Heinrich-Brüning-Straße, 10 / 8 Euro zuzüglich Vorverkaufsgebühr; an der Abendkasse 14 / 12 Euro; Info-Hotline 02 51 / 4 92 27 14. Beginn um 20.30 Uhr. Die Abendkasse öffnet um 19 Uhr. Programm-Infos www.stadt-muenster.de/kulturamt.


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Münster – Reisen in die Vergangenheit

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Foto: Stadt

(SMS) Spannende Reisen in die Vergangenheit können Kinder bei den „Sommerhits für Kids“ im Stadtmuseum erleben. Los geht es am Dienstag, 12. Juli, mit einem Quiz rund um die Stadtgeschichte für Kinder von 10 bis 13 Jahren. Zwei Tage später dreht sich für Steppkes von 6 bis 10 Jahren alles um den Send: Das bunte Holzpferd und die alte Schießhalle warten bereits. Für diese Altersgruppe heißt es am Dienstag, 19. Juli, „Was darf es sein?“ Zunächst werden Geld und Einkaufstüten gebastelt und dann geht es zum Einkaufen in den münsterschen Kaufmannsladen Henke von 1911 (Foto). Die Ferienaktionen starten um 15 Uhr im Museumsfoyer (2,50 Euro).