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YONEX German Open 2018


YONEX German Open in Mülheim an der Ruhr

Nachdem bereits in den vergangenen Wochen Hochkaräter wie der zweimalige Olympiasieger und fünfmalige Weltmeister im Herreneinzel, Lin Dan (China; Weltranglistenplatz 6), der Vorjahressieger in dieser Disziplin, Chou Tien Chen (Taiwan; Weltranglistenplatz 7), und die Weltranglistenersten im Damendoppel, Chen Qingchen/Jia Yifan (China), ihren Start bei den diesjährigen YONEX German Open Badminton Championships (6. bis 11. März in Mülheim an der Ruhr) avisiert hatten, gaben kurz vor Meldeschluss zahlreiche weitere absolute Top-Stars der internationalen Badmintonszene bekannt, dass sie an dem mit 150.000,- US-Dollar dotierten Turnier teilnehmen möchten. Damit steht zugleich fest, dass in vier der fünf Disziplinen die Titelverteidiger vertreten sein werden. (mehr …)


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YONEX German Open auch 2018 auch in Mülheim?


Die YONEX German Open in Mülheim an der Ruhr kommen seit jeher hervorragend an. Foto: Claudia Pauli

Ob die YONEX German Open auch 2018 und in den drei Jahren danach in Mülheim an der Ruhr ausgetragen werden, entscheidet sich voraussichtlich in wenigen Wochen. Nachdem der aktuelle Vertrag zwischen dem Deutschen Badminton-Verband (DBV) und dem Badminton-Weltverband BWF die Internationalen Badmintonmeisterschaften von Deutschland in den Jahren 2014 bis 2017 umfasst, hat sich der DBV kürzlich bei der BWF für einen neuen Vier-Jahres-Zyklus (2018 bis 2021) beworben.

„Natürlich möchten wir die YONEX German Open weiterführen – auch in Mülheim. Wir haben bereits unsere langjährigen Partner angefragt, ob sie uns weiterhin unterstützen würden, und erwarten für Ende März vom Badminton-Weltverband eine Rückmeldung zu unserer Bewerbung“, erläutert Janet Bourakkadi, Geschäftsführerin der Vermarkungsgesellschaft Badminton Deutschland mbH (VBD) und Turnierdirektorin der YONEX German Open.

„Die Vorzeichen sind sehr positiv, auch bezüglich des Standortes. Die Firma YONEX hat sich ebenfalls dafür ausgesprochen, das Turnier in Mülheim fortzuführen“, sagt Boris Reichel, Promotion Manager der YONEX GmbH. Der japanische Sportartikelhersteller, der seinen Hauptsitz in Tokio hat, fungiert 2017 bereits zum insgesamt 31. Mal als Haupt- und Titelsponsor des renommierten Turniers.

Claudia Pauli (Pressesprecherin DBV)


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DIE VIZE-EUROPAMEISTER NAHMEN REVANCHE


Siegerehrung im Mixed. V.l.: Herrendoppel-Olympiasieger Zhang Nan, Li Yinhui, Huang Yaqiong, Lu Kai. Foto: Claudia Pauli

Bei den YONEX German Open Badminton Championships 2017 (28. Februar bis 5. März in Mülheim an der Ruhr) gingen die Titel an Spieler aus Japan (2), Taiwan (1), China (1) und Dänemark (1). Dabei nahmen die amtierenden Vize-Europameister Revanche für die Niederlage, die sie im Finale der Individual-EM 2016 erlitten hatten

2016 musste er sich bei den YONEX German Open in Mülheim an der Ruhr im Finale des Herreneinzelwettbewerbs noch dem chinesischen Superstar Lin Dan geschlagen geben. In diesem Jahr durfte Chou Tien Chen (Weltranglistenplatz 9; Setzplatz 6) auch nach dem Endspiel jubeln: Mit 21:16, 21:14 setzte sich der Taiwanese am Sonntag (5. März 2017) gegen seinen Landsmann Wang Tzu Wei (Weltranglistenplatz 25; Setzplatz 14) durch und trug sich damit erstmals in die Siegerliste der Internationalen Badmintonmeisterschaften von Deutschland ein.

Im Dameneinzel fiel das Endspiel aus: Nachdem Olympiasiegerin Carolina Marin (Weltranglistenplatz 2; Setzplatz 1) wenige Stunden nach ihrem hart umkämpften Dreisatzerfolg im Halbfinale über die Japanerin Minatsu Mitani (Weltranglistenplatz 28) aus Verletzungsgründen ihren Startverzicht im Finale erklärt hatte, stand deren Nationalmannschaftskollegin Akane Yamaguchi (Weltranglistenplatz 6; Setzplatz 2) bereits am Samstagabend als Gesamtsiegerin fest. Auch die 19-Jährige holte bei dem für den Deutschen Badminton-Verband (DBV) bedeutsamsten Turnier zum ersten Mal einen Titel.

Im Herrendoppel kam es im Finale zur Neuauflage des Endspiels bei der Individual-EM 2016 in Frankreich – diesmal allerdings mit dem besseren Ende für Kim Astrup und Anders Skaarup Rasmussen (Weltranglistenplatz 11; Setzplatz 4): Die Vize-Europameister aus Dänemark behielten gegenüber ihren damals siegreichen Landsleuten Mads Conrad-Petersen/Mads Pieler Kolding (Weltranglistenplatz 8; Setzplatz 2) mit 21:17, 21:13 die Oberhand. Während Kim Astrup und Anders Skaarup Rasmussen jeweils erstmals in Mülheim an der Ruhr die gesamte Konkurrenz hinter sich ließen, verpassten Mads Conrad-Petersen und Mads Pieler Kolding ihren zweiten gemeinsamen YONEX German Open-Sieg nach 2015. Mads Pieler Kolding belegte bei dem Turnier der Kategorie Grand Prix Gold vor zwei Jahren zudem im Mixed – an der Seite von Kamilla Rytter Juhl – Platz eins.


Kim Astrup (vorne) und Anders Skaarup Rasmussen besiegten im Finale die Europameister. Foto: Claudia Pauli

Der Sieg im Damendoppel ging 2017 an die ungesetzte Paarung Yuki Fukushima/Sayaka Hirota (Weltranglistenplatz 23), die im Halbfinale Isabel Herttrich und Carla Nelte (1. BC SaarbrückenBischmisheim/TV Refrath; Weltranglistenplatz 57) aus dem Turnier geworfen hatte. Die Deutschen Meisterinnen avancierten mit ihrem Einzug in die Vorschlussrunde zu den erfolgreichsten Vertretern des DBV bei den diesjährigen YONEX German Open. Die Japanerinnen boten im Endspiel ein weiteres Mal eine starke Leistung und bezwangen Huang Dongping/Li Yinhui aus China (Weltranglistenplatz 21; Setzplatz 5) mit 15:21, 21:17, 21:15. Auch Yuki Fukushima und Sayaka Hirota gewannen jeweils erstmals bei den Internationalen Badmintonmeisterschaften von Deutschland einen Titel.

Im Finale des Mixedwettbewerbs hatten die Chinesen Zhang Nan/Li Yinhui (Weltranglistenplatz 17; Setzplatz 8) beim 22:20, 21:11 gegen ihre Landsleute Lu Kai/Huang Yaqiong (Weltranglistenplatz 6; Setzplatz 1) im zweiten Satz leichtes Spiel. Zhang Nan, der Olympiasieger von Rio im Herrendoppel und Olympiadritte von 2016 im Mixed, freute sich damit über seinen insgesamt zweiten YONEX German Open-Titel: 2010 hatte an der Seite seines Landsmanns Chai Biao in Mülheim an der Ruhr Platz eins im Herrendoppel belegt. Bei den Olympischen Spielen in Rio trat Zhang Nan mit Fu Haifeng und Zhao Yunlei an, die inzwischen ihre internationale Karriere beendet haben.       

Alle Ergebnisse von den YONEX German Open 2017 sind auf der Veranstaltungswebseite unter www.german-open-badminton.de erhältlich. Als Haupt- und Titelsponsor der Internationalen Badmintonmeisterschaften von Deutschland fungierte in diesem Jahr zum insgesamt 31. Mal in Folge die Firma YONEX.
Claudia Pauli (Pressesprecherin DBV)


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YONEX German Open | Isabel Herttrich und Carla Nelte


Isabel Herttrich (l.) und Carla Nelte spielen am Samstag um den Einzug ins Finale. Foto: Claudia Pauli

Als Isabel Herttrich und Carla Nelte (1. BC Saarbrücken-Bischmisheim/TV Refrath) bei den YONEX German Open (2017 vom 28. Februar bis zum 5. März) ihren zweiten Matchball verwandelt hatten, gab es in der innogy Sporthalle in Mülheim an der Ruhr kein Halten mehr: Während sich die 24 und 26 Jahre alten Asse des Deutschen Badminton-Verbandes (DBV) gleich mehrmals freudestrahlend umarmten, gratulierten die heimischen Badmintonfans dem Duo mit lautstarkem Klatschen zu seinem Einzug ins Halbfinale.

Mit 14:21, 21:19, 21:13 setzten sich die Deutschen Meisterinnen, die in der Weltrangliste derzeit Platz 57 im Damendoppel belegen, in ihrer Viertelfinalpartie gegen Hsu Ya Ching/Wu Ti Jung aus Taiwan (Weltranglistenplatz 43) durch – und bewiesen dabei speziell am Ende des zweiten Satzes Nervenstärke: Wenngleich Isabel Herttrich und Carla Nelte in diesem Durchgang zwischenzeitlich mit 11:4 geführt hatten, standen ihre asiatischen Gegnerinnen kurze Zeit später, beim 19:19, vor dem Sieg. Doch den B-Kaderathletinnen des DBV gelang es in beeindruckender Weise, diesen zu verhindern.

„Der Anfang war sehr hart. Wir mussten damit umgehen, dass wir nicht gut ins Spiel reingekommen sind, und an uns glauben, obwohl der Start nicht der beste war“, meinte Carla Nelte. Isabel Herttrich fügte hinzu: „Es war schwer, einfach weiterzumachen. Zum Glück ging es nachher immer besser.“
Claudia Pauli (Pressesprecherin DBV)


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YONEX German Open Badminton 28.02.2017


„Ich weiß auch nicht, wie ich das geschafft habe – ich habe nicht aufgegeben und weiter gekämpft.“ Erst 18 Jahre ist die gebürtige Hamburgerin Yvonne Li (SC Union Lüdinghausen) alt und steht nun bei den YONEX German Open in Mülheim an der Ruhr (2017 vom 28. Februar bis zum 5. März) im Achtelfinale des Dameneinzelwettbewerbs. Nachdem sich die Europameisterin von 2014 im Mädcheneinzel U17 mit zwei Dreisatzerfolgen in der Qualifikation einen Startplatz im Hauptfeld erspielt hatte, setzte sie sich am Mittwoch (1. März 2017) in der ersten Runde des Hauptturniers mit 19:21, 23:21, 21:18 gegen die 27 Jahre alte Olga Konon (1. BC SaarbrückenBischmisheim) durch. In der für beide Spielerinnen enorm kräftezehrenden Partie lag Yvonne Li im zweiten Durchgang mit 11:18 hinten, behielt aber in bemerkenswerter Weise die Nerven. „Ich bin voll fertig. Zum Glück habe ich heute nur ein Spiel, da ist das nicht ganz so schlimm“, so die Studentin unmittelbar nach dem rein deutschen Duell lachend. In der Runde der besten 16 Damen trifft Yvonne Li, die in diesem Jahr zum ersten Mal in ihrer Karriere bei den YONEX German Open im Dameneinzel aufschlägt, auf die an Nummer acht gesetzte Japanerin Ayumi Mine. Die Weltranglisten-21. aus Asien und die auf Weltranglistenplatz 107 geführte deutsche Nachwuchshoffnung bestreiten dann erstmals ein Match.

Der Einzug ins Achtelfinale gelang am Mittwoch außerdem Fabian Roth (TV Refrath) im Herreneinzel, Isabel Herttrich/Carla Nelte (1. BC Saarbrücken-Bischmisheim/TV Refrath) im Damendoppel, Jones Ralfy Jansen/Josche Zurwonne (Indonesien/SC Union Lüdinghausen) im Herrendoppel sowie den Gemischten Doppeln Raphael Beck/Carla Nelte (1. BC Beuel/TV Refrath) und Mark Lamsfuß/Isabel Herttrich (1. BC Wipperfeld/1. BC Saarbrücken-Bischmisheim). Isabel Herttrich und Carla Nelte haben damit gleich in zwei Disziplinen die Chance, das Viertelfinale zu erreichen.

Fabian Roth setzte sich in seinem Spiel aus der zweiten Runde mit 21:16, 21:17 gegen den Schweden Henri Hurskainen, den Vize-Europameister von 2012, durch. „Eigentlich habe ich mich erneut ganz gut gefühlt. Teilweise habe ich mir dann selber das Leben schwer und einige leichte Fehler gemacht. Dann wurde es ein Kampf. Ich freue mich darauf, morgen zum ersten Mal bei den German Open im Achtelfinale zu stehen, morgen erneut spielen zu dürfen. Wenn die Leute hinter einem stehen, ist das cool“, so der 21-Jährige. In der Runde der besten 16 Herren darf sich der Weltranglisten-55. zum ersten Mal im Rahmen eines Turniers mit dem Japaner Takuma Ueda (Weltranglistenplatz 44) messen. Die Begegnung wurde zum „Match of the Day“ des 3. Veranstaltungstages deklariert und beginnt um 19.55 Uhr auf Court 2.

Kurz, bevor Fabian Roth als Achtelfinalteilnehmer feststand, hatten sich Isabel Herttrich und Carla Nelte in ihrer Partie aus der ersten Runde mit 21:13, 21:10 gegen Jenny Nystrom/Sonja Pekkola aus Finnland durchgesetzt. Im Mixed – an der Seite von Mark Lamsfuß – agierte Isabel Herttrich genauso souverän: Die Deutschen Vizemeister besiegten die Japaner Yugo Kabayashi/Koharu Yonemoto mit 21:14, 21:12. Den nationalen Champions Raphael Beck und Carla Nelte gelang es unterdessen, ein speziell im dritten Durchgang enges Match gegen Lee Chun Hei Reginald/Chau Hoi Wah aus Hongkong mit 21:12, 11:21, 21:19 für sich zu entscheiden. „In beiden Disziplinen im Achtelfinale zu stehen, ist sehr zufriedenstellend. Im Damendoppel hatten wir einen Sieg schon erwartet, das war ein bisschen eine Pflichtaufgabe. Im Mixed wussten wir nicht so genau, was auf uns zukommt. Das haben wir souverän gemacht“, zog Isabel Herttrich ein Fazit. Carla Nelte meinte zum Gemischten Doppel: „Wir haben uns gestern – in der Quali – ein bisschen schwer getan. Heute hatten wir keinen Druck mehr und haben auch viel besser gespielt. Mich freut, dass wir mutig geblieben sind, als es im dritten Satz eng war, und wir es geschafft haben, gegen eine Paarung, die sich in der Weltrangliste unter den Top 15 befindet, den Sieg nach Hause zu fahren.“

Nächste Gegner des noch relativ neu zusammengestellten Duos Raphael Beck/Carla Nelte (Weltranglistenplatz 112) sind die an Position fünf notierten Thailänder Bodin Isara/Savitree Amitrapai (Weltranglistenplatz 14). Dieses Duell bedeutet ebenso eine Premiere in einem Wettkampf wie die Achtelfinalpartie des Damendoppels Isabel Herttrich/Carla Nelte (Weltranglistenplatz 57) gegen die in Mülheim an der Ruhr topgesetzten Japanerinnen Kurumi Yonao/Naoko Fukuman (Weltranglistenplatz 8) und die Begegnung von Isabel Herttrich/Mark Lamsfuß (Weltranglistenplatz 38) im Gemischten Doppel mit Peng Soon Chan/Liu Ying Goh (Weltranglistenplatz 8) aus Malaysia.

In einem der letzten Spiele des 2. Veranstaltungstages verbuchten Jones Ralfy Jansen und Josche Zurwonne einen 21:17, 21:16-Erfolg über die Japaner Takuto Inoue/Yuki Kaneko. „Das war ein sehr gutes Spiel von uns beiden. In der vergangenen Woche, bei den Austrian Open, haben wir nicht die beste Leistung gebracht. Daher freuen wir uns sehr, dass wir es geschafft haben, uns so gut umzustellen. Das war eine sehr konzentrierte Leistung und ist sehr, sehr gut gelaufen. Wir haben es geschafft, die Sieger von Österreich zu schlagen“, meinte Josche Zurwonne zufrieden. In der Runde der besten 16 Herrendoppel warten die amtierenden Vize-Europameister Anders Skaarup Rasmussen/Kim Astrup auf die indonesisch-deutsche Kombination. Die Weltranglistenelften aus Dänemark treffen erstmals auf Jones Ralfy Jansen und Josche Zurwonne (Weltranglistenplatz 35).

Starke Konkurrenz und eine krankheitsbedingte Aufgabe

Ausgeschieden sind am Mittwoch aus deutscher Sicht neben Olga Konon zudem Marc Zwiebler (1. BC Saarbrücken-Bischmisheim; Setzplatz 7) und Simon Wang (1. BC Saarbrücken-Bischmisheim) im Herreneinzel, Raphael Beck/Peter Käsbauer (1. BC Beuel/1. BC Saarbrücken-Bischmisheim) im Herrendoppel, die Damendoppel Linda Efler/Eva Janssens (TV Emsdetten/1. BC Beuel), Johanna Goliszewski/Lara Käpplein (beide 1. BV Mülheim), Annika Horbach/Theresa Wurm (SV Fun-Ball Dortelweil/SG Anspach), Lisa Kaminski/Hannah Pohl (beide 1. BC Beuel) und Anika Dörr/Jennifer Karnott (SV Fun-Ball Dortelweil/TV Refrath) sowie Michael Fuchs/Birgit Overzier (1.BC Beuel) im Mixed.

Von Fieber und Schüttelfrost geplagt, musste Marc Zwiebler in seinem Zweitrundenmatch gegen den Dänen Kim Bruun beim Stand von 10:21, 6:11 aus seiner Sicht aufgeben. „Jedes andere Turnier hätte ich abgesagt, aber bei den German Open möchte man natürlich auf Teufel komm raus spielen. Die Ärzte haben mir davon abgeraten und die Trainer haben mich vor dem Spiel gebeten, nicht zu spielen. Aber ich wollte es probieren. Im Spiel haben sie mich dann gebeten, aufzugeben“, meinte der 32-Jährige unmittelbar nach der Partie.

Für den 13 Jahre jüngeren Simon Wang, der als Qualifikant die zweite Runde des Hauptturniers erreicht hatte, erwies sich die dänische Nachwuchshoffnung Anders Antonsen (Setzplatz 16) beim 13:21, 18:21 als zu stark.
Die Deutschen Meister im Herrendoppel, Raphael Beck und – der gesundheitlich wie Marc Zwiebler angeschlagene – Peter Käsbauer, erlitten in ihrem Auftaktmatch eine 15:21, 16:21- Niederlage gegen Or Chin Chung/Tang Chun Man aus Hongkong.

Im Damendoppel mussten die Deutschen Vizemeisterinnen Linda Efler/Eva Janssens beim 8:21, 12:21 gegen die an Nummer acht gesetzten Japanerinnen Shiho Tanaka/Koharu Yonemoto die Überlegenheit der Konkurrenz anerkennen. Gleiches gilt für Annika Horbach/Theresa Wurm, die Hsu Ya Ching/Wu Ti Jung aus Taiwan mit 10:21, 13:21 unterlagen, für Lisa Kaminski/Hannah Pohl beim 3:21, 8:21 gegen die an Position sieben notierte Weltklassepaarung Greysia Polii/Rizki Amelia Pradipta aus Indonesien und für Anika Dörr und Jennifer Karnott, die mit 10:21, 8:21 gegen die an Nummer vier gesetzten Indonesierinnen Della Destiara Haris/Rosyita Eka Putri Sari verloren.

Die 21 Jahre alte Jennifer Karnott war dennoch durchaus positiv gestimmt: „Wir hatten damit gerechnet, dass es sehr schwierig werden würde, sind aber ganz zufrieden damit, dass wir im ersten Satz zehn Punkte erzielen konnten. Manche Ballwechsel waren sogar relativ lang, da konnten wir mitspielen. Aber unsere Gegnerinnen waren einfach zu stark im Angriff.“

Ein noch schwereres Los erwischten Johanna Goliszewski/Lara Käpplein für ihr Auftaktmach: Sie standen darin den an Nummer zwei gesetzten Thailänderinnen Jongkolphan Kititharakul/Rawinda Praongjai gegenüber, die nach einer Spielzeit von 29 Minuten durch einen 21:14, 21:10-Sieg ins Achtelfinale einzogen.

Die mehrmaligen Olympiateilnehmer Michael Fuchs und Birgit Overzier, die seit ihrer Rückkehr aus Rio den Fokus auf ihre berufliche Laufbahn legen, kämpften bei ihren letzten YONEX German Open bravourös. Letztlich mussten sich die 34 und 32 Jahre alten Routiniers in ihrem Erstrundenmatch gegen das an Nummer vier gesetzte Mixed Tan Kian Meng/Lai Pei Jing aus Malaysia allerdings mit 17:21, 21:18, 16:21 geschlagen geben.

Quelle: Claudia Pauli
(Pressesprecherin DBV)


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YONEX German Open | Achtelfinalspiele


Raphael Beck und Carla Nelte wurden von den Zuschauern mit stehenden Ovationen gefeiert. Foto: Claudia Pauli

Stehende Ovationen – und das bereits am Tag der Achtelfinalspiele: Bei den YONEX German Open in Mülheim an der Ruhr (2017 vom 28. Februar bis zum 5. März) begeisterten am Donnerstag (2. März 2017) Raphael Beck und Carla Nelte (1. BC Beuel/TV Refrath) das heimische Publikum mit ihrem Auftritt derart, dass es sich nach dem Ende ihres Spiels minutenlang von den Sitzen der innogy Sporthalle erhob.

5:16, 11:19 lagen die Deutschen Meister im dritten Satz ihrer Achtelfinalpartie gegen die an Position fünf notierten Thailänder Bodin Isara/Savitree Amitrapai (Weltranglistenplatz 14) bereits hinten. Doch die Weltranglisten-112., die erst seit einigen Monaten eine Mixed-Paarung bilden, schafften es, mit einem sensationellen „Endspurt“ das Match noch zu drehen und letztlich mit 14:21, 21:18, 23:21 ins Viertelfinale einzuziehen. „Das war schon ein Spiel, in dem man sich manchmal unwohl fühlt, weil die Beiden sehr unangenehm zu spielen sind. Aber wir haben immer daran geglaubt – und, ich glaube, irgendwann die Zuschauer auch“, sagte Carla Nelte überglücklich.

Die Studentin hat damit am Freitag gleich zwei Chancen, bei dem Turnier der Kategorie Grand Prix Gold die Vorschlussrunde zu erreichen. Schließlich gewann sie wenige Stunden zuvor – an der Seite von Isabel Herttrich (1. BC Saarbrücken-Bischmisheim) – schon im Damendoppel ihr Achtelfinalspiel. Der 24-jährige Raphael Beck meinte strahlend: „Es hat einfach wahnsinnig Spaß gemacht, vor der Kulisse zu spielen. Wir haben Punkt für Punkt gedacht. Ich freue mich auf morgen – auf ein weiteres Top-Spiel!“

Claudia Pauli  (Pressesprecherin DBV)


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YONEX German Open Badminton 28.02.2017


Bei den YONEX German Open 2017 in Mülheim an der Ruhr (28. Februar bis 5. März) stehen drei Spieler des Deutschen Badminton-Verbandes (DBV) in der zweiten Runde des Herreneinzelwettbewerbs: Neben dem Deutschen Meister Fabian Roth (TV Refrath) gewannen am Dienstagabend (28. Februar 2017) der nationale Rekordchampion Marc Zwiebler (1. BC Saarbrücken-Bischmisheim; Setzplatz 7) und Simon Wang (1. BC Saarbrücken-Bischmisheim) ihr jeweiliges Auftaktmatch.

Marc Zwiebler musste in der Partie gegen Kieran Merrilees hart arbeiten, um den Schotten letztlich mit 21:11, 21:23, 21:17 zu bezwingen. Nächster Gegner des 32-Jährigen ist am Mittwoch (1. März 2017) der Däne Kim Bruun, der in Runde eins Philipp Discher (SG Anspach) mit 21:14, 21:12 aus dem Turnier warf. Der 37-Jährige hatte sich durch eine erfolgreiche Qualifikation einen Startplatz im Hauptfeld erspielt.

Fabian Roth behielt in seinem Erstrundenmatch gegen den Niederländer Nick Fransman mit 21:13, 21:12 die Oberhand und muss sich nun – im Spiel um den Einzug ins Achtelfinale – mit dem Schweden Henri Hurskainen auseinandersetzen. „Am Anfang hatte ich ein paar Probleme mit den Bällen und habe viele eigene Fehler gemacht. Aber das konnte ich dann irgendwann abstellen. Das war eine gute erste Runde“, meinte der 21-Jährige nach dem gelungenen Auftakt zufrieden.

[su_row][su_column size=“1/2″]Simon Wang setzte sich in einer rein deutschen Begegnung mit 25:27, 21:16, 21:17 gegen Alexander Roovers (1. BV Mülheim) durch, der wie er als Qualifikant ins Hauptfeld gerückt war. In der zweiten Runde darf sich der 19-Jährige mit der dänischen Nachwuchshoffnung Anders Antonsen (Setzplatz 16) messen.

Wie Alexander Roovers und Philipp Discher mussten sich auch Kai Schäfer (1. BC Düren), Lars Schänzler (TV Refrath), Samuel Hsiao (FC Langenfeld) und Max Weißkirchen (1. BC Beuel) in der ersten Runde des Hauptturniers geschlagen geben.

Während Kai Schäfer mit 17:21, 21:18, 15:21 an Kalle Koljonen aus Finnland scheiterte, unterlag Samuel Hsiao Raul Must aus Estland mit 17:21, 16:21. Lars Schänzler bot beim 12:21, 21:19, 14:21 gegen den an Position acht notierten Hu Yun aus Hongkong ebenfalls eine starke Leistung, Max Weißkirchen hingegen musste beim 10:21, 9:21 gegen dessen an Nummer fünf gesetzten Landsmann Ng Ka Long Angus die Überlegenheit seines Kontrahenten anerkennen. Samuel Hsiao und Max Weißkirchen waren ebenfalls als Qualifikanten ins Hauptfeld eingezogen.

Im Herreneinzel beinhaltet dieses 64 Startplätze, in den anderen Disziplinen sind es jeweils 32. In diesen wird die erste Runde des Hauptturniers erst am Mittwoch (1. März 2017) ausgetragen.
Erfolgreiche Auftritte in der Qualifikation

Neben den Herreneinzel-Spezialisten Philipp Discher, Samuel Hsiao, Alexander Roovers, Simon Wang und Max Weißkirchen gelang es am Dienstag zahlreichen weiteren Assen des DBV, sich durch ansprechende Auftritte in der Qualifikation einen Startplatz im Hauptfeld zu erspielen.

Im Dameneinzel schaffte die erst 18 Jahre alte Yvonne Li (SC Union Lüdinghausen) den Sprung ins sogenannte „Main Draw“. „Ich freue mich total, morgen in der Hauptrunde spielen zu dürfen. Das ist echt cool. Ich spiele in diesem Jahr zum ersten Mal bei den YONEX German Open Einzel“, sagte die dreifache Deutsche U19-Meisterin von 2017 nach ihrem zweiten Sieg im Rahmen der Qualifikation strahlend. Im Hauptfeld trifft die Studentin in der ersten Runde ausgerechnet auf die Spielerin, die als einzige deutsche Athletin in dieser Disziplin von vorneherein einen Startplatz im Main Draw hatte: auf die 27-jährige Olga Konon (1. BC Saarbrücken-Bischmisheim).[/su_column] [su_column size=“1/2″]
Im Damendoppel schlagen gleich sechs deutsche Duos im Hauptfeld auf, nachdem die Deutschen Vizemeisterinnen Linda Efler/Eva Janssens (TV Emsdetten/1. BC Beuel) sowie Anika Dörr/Jennifer Karnott (SV Fun-Ball Dortelweil/TV Refrath) die Qualifikation erfolgreich bestritten. Sie ergänzen die Deutschen Meisterinnen Isabel Herttrich/Carla Nelte (1. BC Saarbrücken-Bischmisheim/TV Refrath), Johanna Goliszewski/Lara Käpplein (beide 1. BV Mülheim), Lisa Kaminski/Hannah Pohl (beide 1. BC Beuel) und Annika Horbach/Theresa Wurm (SV Fun-Ball Dortelweil/SG Anspach), die in dem entsprechenden Tableau fest eingeplant waren.

Da die Deutschen Meister Raphael Beck/Carla Nelte (1. BC Beuel/TV Refrath) in der Qualifikation siegreich blieben, ist der DBV im Mixed mit insgesamt drei Paarungen im Hauptfeld vertreten: Die mehrmaligen Olympiateilnehmer Michael Fuchs/Birgit Overzier (1. BC SaarbrückenBischmisheim/1. BC Beuel) und die aktuellen Deutschen Vizemeister Mark Lamsfuß/Isabel Herttrich (1. BC Wipperfeld/1. BC Saarbrücken-Bischmisheim) waren jeweils aufgrund ihrer (guten) Weltranglistenposition für das Hauptfeld „gesetzt“.

Im Herrendoppel schieden die Spieler des DBV in der Qualifikation aus, sodass es bei zwei Duos aus Deutschland bzw. mit deutscher Beteiligung im Hauptfeld bleibt: Neben den nationalen Meistern Raphael Beck/Peter Käsbauer (1. BC Beuel/1. BC Saarbrücken-Bischmisheim) ist darin die indonesisch-deutsche Kombination Jones Ralfy Jansen/Josche Zurwonne (1. BC Wipperfeld/SC Union Lüdinghausen) vertreten.[/su_column] [/su_row]

Text: Claudia Pauli

 


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YONEX German Open Badminton Absagen


Das von vielen Badmintonfans erhoffte Aufeinandertreffen des Deutschen Meisters Fabian Roth (TV Refrath) und des amtierenden Vize-Europameisters Jan Ø. Jørgensen bei den YONEX German Open 2017 (28. Februar bis 5. März in der innogy Sporthalle in Mülheim an der Ruhr) wird keinesfalls zustande kommen: Der dänische Weltranglistenzweite im Herreneinzel, der in Mülheim an der Ruhr zum wiederholten Mal topgesetzt war, sagte seine Teilnahme an dem für den Deutschen Badminton-Verband (DBV) bedeutsamsten Turnier kurzfristig ab. Fabian Roth (Weltranglistenplatz 55) hätte dem YONEX German Open-Sieger von 2015 in Runde zwei gegenübergestanden, sofern beide Spieler in ihrem Auftaktmatch erfolgreich gewesen wären. Das Duell von Fabian Roth und Jan Ø. Jørgensen hätte eine Premiere im Rahmen eines Turniers bedeutet.

Der Startplatz, den bis dato Jan Ø. Jørgensen innehatte, wurde im Rahmen des Team Managers Meeting am Montagabend (27. Februar 2017) an Dmytro Zavadsky (Weltranglistenplatz 277) vergeben. Der Ukrainer trifft in seinem Erstrundenspiel auf den Schweden Henri Hurskainen (Weltranglistenplatz 45), den Vize-Europameister von 2012.

Nach erfolgter Auslosung für die 60. Internationalen Badmintonmeisterschaften von Deutschland zogen u. a. auch die dänische EM-Dritte im Dameneinzel, Anna Thea Madsen (Weltranglistenplatz 80), und die Vize-Europameisterinnen im Damendoppel, Eefje Muskens/Selena Piek aus den Niederlanden (Weltranglistenplatz 15; Setzplatz 6), zurück. Dabei sind die Spieler nicht dazu verpflichtet, einen Grund für ihre Absage anzugeben.

Seitens des DBV muss Marvin Seidel (1. BC Saarbrücken-Bischmisheim) erwartungsgemäß auf den Start vor heimischem Publikum verzichten: Der 21-Jährige kann aufgrund der bei den Deutschen Einzelmeisterschaften Anfang Februar in Bielefeld erlittenen Fußverletzung noch keine Wettkämpfe bestreiten. Der C-Kaderathlet des DBV wäre im Herrendoppel mit Mark Lamsfuß (1. BC Wipperfeld; Weltranglistenplatz 46) im Hauptfeld vertreten gewesen und hätte im Mixed an der Seite von Linda Efler (TV Emsdetten; Weltranglistenplatz 53) in der Qualifikation um einen Platz im Hauptfeld gespielt.

Das Teilnehmerfeld ist bei den YONEX German Open trotz der kurzfristigen Absagen einiger (weniger) Spitzenspieler gespickt mit Weltklasseathleten. Zu den Superstars zählen der zweimalige Olympiasieger und fünfmalige Weltmeister im Herreneinzel, Lin Dan (China; Weltranglistenplatz 6; Setzplatz 3), der Olympiasieger von Rio in dieser Disziplin, Chen Long (China; Weltranglistenplatz 5; Setzplatz 2), die Olympiasiegerin von 2016 im Dameneinzel, Carolina Marin (Spanien; Weltranglistenplatz 2; Setzplatz 1), die japanischen Weltranglistenzweiten im Herrendoppel, Takeshi Kamura/Keigo Sonoda (Setzplatz 1), die amtierenden Europameister in dieser Disziplin, Mads Conrad-Petersen/Mads Pieler Kolding (Dänemark; Weltranglistenplatz 8; Setzplatz 2), die chinesischen Weltranglistensechsten im Mixed, Lu Kai/Huang Yaqiong (Setzplatz 1), und die Weltranglistensiebten in dieser Disziplin, Chris und Gabrielle Adcock aus England (Setzplatz 3).

Turnierablauf YONEX German Open Badminton 

Der Zeitplan gestaltet sich bei den YONEX German Open 2017 wie folgt:
•    Dienstag, 28. Februar 2017: ab 9.00 Uhr Qualifikation, ab 17.00 Uhr 1. Runde im Herreneinzel
•    Mittwoch, 1. März 2017: ab 9.00 Uhr 2. Runde im Herreneinzel und 1. Runde in allen anderen Disziplinen
•    Donnerstag, 2. März 2017: ab 12.00 Uhr Achtelfinalspiele in allen Disziplinen
•    Freitag, 3. März 2017: ab 16.00 Uhr Viertelfinalspiele in allen Disziplinen
•    Samstag, 4. März 2017: ab 14.00 Uhr Halbfinalspiele in allen Disziplinen
•    Sonntag, 5. März 2017: ab 12.00 Uhr Finalspiele in allen Disziplinen

 

Quelle: Claudia Pauli (Pressesprecherin DBV)


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YONEX German Open Badminton Grand Prix Gold-Turnier


Foto: Claudia Pauli

YONEX German Open – SCHWERE AUFGABEN SCHON IN DEN ERSTEN RUNDEN

Der frischgebackene Deutsche Meister im Herreneinzel darf sich anlässlich der YONEX German Open 2017 (28. Februar bis 5. März in der innogy Sporthalle in Mülheim an der Ruhr) aller Voraussicht nach mit einem „ganz Großen“ der internationalen Badmintonszene messen: In der zweiten Runde könnte Fabian Roth (TV Refrath; Weltranglistenplatz 68) auf den Weltranglistenzweiten Jan Ø. Jørgensen aus Dänemark treffen.

Herreneinzel

Im Herreneinzel haben insgesamt vier Vertreter des Deutschen Badminton-Verbandes (DBV) einen Startplatz im Hauptfeld sicher:
Der Deutsche Rekordmeister Marc Zwiebler (1. BC Saarbrücken-Bischmisheim; Weltranglistenplatz 12) steht als Nummer sieben der Setzliste in seinem Erstrundenmatch dem Schotten Kieran Merrilees (Weltranglistenplatz 54) gegenüber, den er in den beiden bisherigen Vergleichen jeweils in zwei Sätzen besiegte. Anschließend müsste sich der 32 Jahre alte dreimalige Olympiateilnehmer vermutlich mit dem Dänen Kim Bruun (Weltranglistenplatz 57) auseinandersetzen. Auch in dieser Partie wäre Marc Zwiebler der Favorit.

Der neue nationale Titelträger Fabian Roth (TV Refrath; Weltranglistenplatz 68) spielt zum Auftakt gegen Nick Fransman aus den Niederlanden (Weltranglistenplatz 97), der in der 1. Badminton-Bundesliga für den SC Union Lüdinghausen aufschlägt. Das bislang einzige Aufeinandertreffen auf internationaler Ebene entschied der 21-jährige Deutsche deutlich für sich und auch im Rahmen der Bundesligapartie zwischen dem TV Refrath und dem Verein aus dem Münsterland Ende Januar war Fabian Roth Nick Fransman überlegen. Danach würde aller Wahrscheinlichkeit nach der topgesetzte Weltranglistenzweite Jan Ø. Jørgensen (Dänemark) auf die deutsche Nachwuchshoffnung warten. Der amtierende Vize-Europameister und der U19-Europameister von 2013 standen sich bis dato nicht bei einem Turnier gegenüber.

Kai Schäfer (1. BC Düren; Weltranglistenplatz 85) bestreitet unterdessen sein Erstrundenmatch gegen Kalle Koljonen (Weltranglistenplatz 89). Der B-Kaderathlet des DBV verbuchte in den bisherigen beiden Begegnungen mit dem Finnen einen Sieg und eine Niederlage. Anschließend könnte der an Nummer neun gesetzte Däne Hans-Kristian Vittinghus (Weltranglistenplatz 15) der Gegner des 23-Jährigen sein. Den bislang einzigen Vergleich, ausgetragen vor mehr als vier Jahren, entschied der Nordeuropäer für sich.

Der DM-Dritte Lars Schänzler (TV Refrath; Weltranglistenplatz 125) spielt gegen den an Position acht notierten Hu Yun (Hongkong; Weltranglistenplatz 14) um den Einzug in die zweite Runde. Der 21 Jahre alte Deutsche und der 14 Jahre ältere Asiate treffen anlässlich der YONEX German Open erstmals in einem Wettkampf aufeinander.

Dameneinzel

Im Dameneinzel gehört bis dato einzig die dreimalige Deutsche Meisterin Olga Konon (1. BC Saarbrücken-Bischmisheim; Weltranglistenplatz 65) dem Hauptfeld an. Die 27 Jahre alte amtierende DM-Dritte spielt gegen eine Qualifikantin um den Einzug ins Achtelfinale. Da bei den YONEX German Open im Dameneinzel – wie im Herrendoppel, im Damendoppel und im Mixed – „nur“ 32 Startplätze zur Verfügung stehen, ist in diesen Disziplinen „lediglich“ ein Sieg erforderlich, um in die Runde der besten 16 einzuziehen. Im Herreneinzel – das ein 64-köpfiges Starterfeld aufweist – erreichen die Teilnehmer das Achtelfinale erst nach zwei Matchgewinnen. Verzeichnet Olga Konon zum Auftakt einen Sieg, trifft sie anschließend voraussichtlich auf die an Nummer acht gesetzte Japanerin Ayumi Mine (Weltranglistenplatz 9). Die beiden Damen würden sich erstmals bei einem Turnier messen. Topgesetzt ist im Dameneinzel Carolina Marin (Spanien; Weltranglistenplatz 2), die Olympiasiegerin von 2016 und zweimalige Weltmeisterin.

Herrendoppel

Im Herrendoppel führen die japanischen Weltranglistendritten Takeshi Kamura/Keigo Sonoda die Setzliste an. Aus DBV-Sicht sind in dieser Disziplin insgesamt fünf Spieler im Hauptfeld vertreten: Die Deutschen Meister Raphael Beck/Peter Käsbauer (1. BC Beuel/1. BC SaarbrückenBischmisheim; Weltranglistenplatz 50) müssen sich in Runde eins mit Or Chin Chung/Tang Chun Man aus Hongkong (Weltranglistenplatz 33) auseinandersetzen, gegen die sie dann erstmals antreten. Nächste Gegner wären wahrscheinlich die an Position drei notierten EM-Dritten Vladimir Ivanov/Ivan Sozonov aus Russland (Weltranglistenplatz 10). Die Europameister von 2014 und YONEX German Open-Halbfinalisten des Vorjahres verzeichneten in den bisherigen drei Begegnungen mit den Deutschen drei Siege.

Die DM-Zweiten Mark Lamsfuß/Marvin Seidel (1. BC Wipperfeld/1. BC SaarbrückenBischmisheim; Weltranglistenplatz 42) erwischten bereits im Zusammenhang mit ihrem Auftaktmatch ein extrem schweres Los: Die 22 und 21 Jahre alten Nachwuchsasse spielen gegen die an Nummer sieben gesetzten Weltranglisten-15. Chen Hung Ling/Chi-Lin Wang aus Taiwan um den Einzug ins Achtelfinale. Diese Begegnung bedeutet ebenfalls eine Premiere.

Das indonesisch-deutsche Duo Jones Ralfy Jansen/Josche Zurwonne (1. BC Wipperfeld/SC Union Lüdinghausen; Weltranglistenplatz 41) steht bei den 60. Internationalen Badmintonmeisterschaften von Deutschland in Runde eins zum ersten Mal in seiner Karriere den Japanern Takuto Inoue/Yuki Kaneko (Weltranglistenplatz 31) gegenüber.

Damendoppel

Im Damendoppel messen sich Isabel Herttrich und Carla Nelte (1. BC SaarbrückenBischmisheim/TV Refrath; Weltranglistenplatz 56) in ihrem Erstrundenmatch mit Qualifikantinnen. Im Achtelfinale träfen die Deutschen Meisterinnen auf die topgesetzten Japanerinnen Naoko Fukuman/Kurumi Yonao (Weltranglistenplatz 8) oder auf die dänischen EM-Dritten Maiken Fruergaard/Sara Thygesen (Weltranglistenplatz 19).

Für Johanna Goliszewski/Lara Käpplein (beide 1. BV Mülheim; Weltranglistenplatz 70) bedeutet schon das Auftaktmatch eine enorm große Herausforderung: Die 30 Jahre alte Olympiateilnehmerin von Rio und ihre neun Jahre jüngere Vereinskollegin bekamen die an Position zwei notierten Thailänderinnen Jongkolphan Kititharakul/Rawinda Prajongjai (Weltranglistenplatz 11) zugelost.
Die DM-Dritten Lisa Kaminski/Hannah Pohl (beide 1. BC Beuel; Weltranglistenplatz 92) stehen in ihrer Erstrundenpartie den an Position sieben notierten Indonesierinnen Greysia Polii/Rizki Amelia Pradipta gegenüber, die zusammen noch keine Wertung in der Weltrangliste aufweisen.

Mixed

Das mit Abstand erfolgreichste deutsche Mixed der vergangenen Jahre bestreitet anlässlich der YONEX German Open letztmalig gemeinsam ein Turnier: Der 34 Jahre alte Michael Fuchs (1. BC Saarbrücken-Bischmisheim) und die zwei Jahre jüngere Birgit Overzier (1. BC Beuel; Weltranglistenplatz 35) verlagerten nach ihrer Rückkehr von den Olympischen Spielen in Rio de Janeiro den Schwerpunkt vom Leistungssport auf die berufliche Karriere. In Mülheim möchten sich die Olympiafünften von 2012 nun von den heimischen Badmintonfans verabschieden. Die Auslosung hätte für die Deutschen allerdings glücklicher verlaufen können: Michael Fuchs/Birgit Overzier müssen sich in der ersten Runde des mit 120.000,- US-Dollar dotierten Turniers der Kategorie Grand Prix Gold mit den an Nummer vier gesetzten Malaysiern Kian Meng Tan/Pei Jing Lai (Weltranglistenplatz 9) messen. Dieses Duell kommt erstmals im Rahmen eines Wettkampfes zustande.

Die aktuellen Deutschen Vizemeister Mark Lamsfuß/Isabel Herttrich (1. BC Wipperfeld/1. BC Saarbrücken-Bischmisheim; Weltranglistenplatz 42) treten zum Auftakt – ebenfalls zum ersten Mal in ihrer Karriere – gegen die Japaner Yugo Kobayashi/Koharu Yonemoto an, die als Paarung neu zusammengestellt wurden. Im Achtelfinale wären die an Nummer zwei gesetzten Malaysier Peng Soon Chan/Liu Ying Goh (Weltranglistenplatz 7) die Gegner der DBV-Asse.

Das Tableau im Gemischten Doppel wird angeführt von den chinesischen Weltranglistensechsten Lu Kai/Huang Yaqiong. Letztgenannte holte 2016 bei den YONEX German Open mit Tang Jinhua den Titel im Damendoppel.

Zahlreiche DBV-Asse in der Qualifikation

(Auch) aus Deutschland haben zudem zahlreiche Spieler, Spielerinnen und Paarungen die Chance, sich über die Qualifikation einen Startplatz im Hauptfeld zu erarbeiten. So dürfen z. B. die neue Deutsche Meisterin im Dameneinzel, Luise Heim (1. BC Beuel), die erst 18 Jahre alte DM-Dritte im in dieser Disziplin, Yvonne Li (SC Union Lüdinghausen), die Deutschen Vizemeisterinnen im Damendoppel, Linda Efler/Eva Janssens (TV Emsdetten/1. BC Beuel), und die nationalen Champions im Mixed, Raphael Beck/Carla Nelte (1. BC Beuel/TV Refrath), in der Qualifikation starten.

Sagen noch Spieler kurzfristig ihre Teilnahme an den YONEX German Open ab, ergeben sich in Bezug auf Hauptfeld und Qualifikation natürlich entsprechende Änderungen.

Der Turnierablauf

Der Zeitplan gestaltet sich bei den YONEX German Open 2017 wie folgt:
•    Dienstag, 28. Februar 2017: ab 9.00 Uhr Qualifikation, ab 17.00 Uhr 1. Runde im Herreneinzel
•    Mittwoch, 1. März 2017:
ab 9.00 Uhr 2. Runde im Herreneinzel und 1. Runde in allen anderen Disziplinen
•    Donnerstag, 2. März 2017: ab 12.00 Uhr Achtelfinalspiele in allen Disziplinen
•    Freitag, 3. März 2017: ab 16.00 Uhr Viertelfinalspiele in allen Disziplinen
•    Samstag, 4. März 2017: ab 14.00 Uhr Halbfinalspiele in allen Disziplinen
•    Sonntag, 5. März 2017: ab 12.00 Uhr Finalspiele in allen Disziplinen

Weitere Informationen

Weitere Informationen über die Internationalen Badmintonmeisterschaften von Deutschland, bei denen die Firma YONEX im Jahr 2017 zum insgesamt 31. Mal in Folge als Haupt- und Titelsponsor fungiert, sind auf der Veranstaltungshomepage unter www.german-openbadminton.de erhältlich. Im linken Framebereich findet sich dort u. a. ein Link zur Auslosung in allen Disziplinen.

Claudia Pauli (Pressesprecherin DBV)


Sport

Lin Dan wieder dabei bei der YONEX Championships


Lin Dan holte 2016 seinen sechsten YONEX German Open-Titel im Herreneinzel. Foto: Claudia Pauli

Dass er im vergangenen Jahr bei den YONEX German Open Badminton Championships nach seinem Finalerfolg durch den Hinterausgang der Veranstaltungsstätte „fliehen“ musste, weil ihn ansonsten die – überwiegend weiblichen – Fans „umzingelt“ hätten, hat den zweimaligen Olympiasieger Lin Dan offenbar nicht „verschreckt“: Der Chinese, seines Zeichens zudem fünfmaliger Weltmeister, meldete auch für die 2017er-Auflage der Internationalen Badmintonmeisterschaften von Deutschland (28. Februar bis 5. März in Mülheim an der Ruhr).

Sechs Mal hat der 33 Jahre alte Olympiavierte von Rio bei dem für den Deutschen Badminton-Verband (DBV) prestigeträchtigsten Turnier bereits den Titel im Herreneinzel geholt: 2004, 2005, 2007, 2011, 2012 und 2016. Damit führt er die Statistik der im Jahr 1955 erstmals ausgetragenen Veranstaltung gemeinsam mit dem Dänen Erland Kops an, der 1962, 1963 und 1964 sowie 1966, 1967 und 1968 das Finale in dieser Disziplin für sich entschied. Mit Titelgewinn Nummer sieben würde der aktuelle Weltranglistensechste Lin Dan folglich zum alleinigen Rekordhalter im Herreneinzel avancieren.
Doch die Konkurrenz ist nicht zuletzt aus dem eigenen Land groß: In Chen Long (Weltranglistenplatz 5) möchte ein zweiter Superstar aus dem „Reich der Mitte“ erneut bei dem Turnier der Kategorie Grand Prix Gold aufschlagen. Der 27 Jahre alte YONEX German OpenSieger von 2013 sicherte sich 2014 und 2015 den WM-Titel im Herreneinzel und holte im vergangenen Sommer in Brasilien verdient Olympiagold.

Damit planen bereits zwei Rio-Champions ihren Start in der innogy Sporthalle (ehemals RWE-Sporthalle) in Mülheim an der Ruhr: Mitte Dezember hatte das Organisationskomitee der YONEX German Open schon die Meldung von Carolina Marin erhalten. Die spanische Weltranglistenzweite im Dameneinzel darf sich mit ihren gerade einmal 23 Jahren bereits mit allen „großen“ Titeln schmücken, die es im Badminton zu gewinnen gibt: Sie wurde 2014 und 2016 Europameisterin, holte 2014 und 2015 WM-Gold und krönte sich im August 2016 nach erneut herausragenden Leistungen zur Olympiasiegerin.

Neben Lin Dan und Chen Long wollen zahlreiche weitere Hochkaräter aus China das Publikum in Mülheim an der Ruhr begeistern: So hat etwa Zhang Nan, Olympiasieger von Rio im Herrendoppel und Olympiadritter von 2016 im Gemischten Doppel, für die Disziplin Mixed gemeldet und die Vorjahressiegerinnen im Damendoppel, Huang Yaqiong/Tang Jinhua (Weltranglistenplatz 21), beabsichtigen, auch in diesem Jahr bei den YONEX German

Open zusammen aufzuschlagen. Außerdem stehen die Weltranglistensiebten im Mixed, Lu Kai/Huang Yaqiong, auf der Meldeliste des chinesischen Badminton-Verbandes.

Weitere Informationen über die 60. Internationalen Badmintonmeisterschaften von Deutschland (Ticketpreise, Bestellmöglichkeiten, Siegerlisten etc.) sind auf der Veranstaltungshomepage unter www.german-open-badminton.de erhältlich. Als Haupt- und Titelsponsor des Turniers fungiert zum insgesamt 31. Mal in Folge die Firma YONEX.

Claudia Pauli (Pressesprecherin DBV)