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Winterliche Naturwerkstatt im LWL-Industriemuseum Zeche Nachtigall


Auch Haselnüsse eignen sich gut zum Basteln. Foto: LWL / Appelhans

Witten (lwl). Im Industriemuseum an der Zeche Nachtigall geht es bei der nächsten Zechen-Safari am Dienstag (12.12.) zwischen 15 und 17 Uhr weihnachtlich zu. Bevor es draußen dunkel wird, suchen die Teilnehmer auf dem Museumsgelände verschiedene Naturmaterialien zum Basteln. Gesammelt werden kleine Stöcke und Steine, vertrocknete Blüten, Blätter, Samen und viele andere brauchbare Dinge, die anschließend in einer „winterlichen Naturwerkstatt“ verarbeitet werden. Zusammen mit Zapfen, Nuss und Tannengrün, Wachs, Wolle und anderen Naturmaterialien gestalten die Teilnehmer bei Kerzenlicht und Plätzchen im beheizten Eisenbahnwaggon weihnachtlichen Schmuck und kleine Geschenke.


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Geocaching-Tour für Familien


Neues Angebot auf der Zeche Nachtigall:
Offene Geocaching-Tour für Familien: „Die Schätze des Hettbergs“

Witten (lwl). Das Museumsgelände der Zeche Nachtigall im Wittener Muttental kann ab jetzt mit Hilfe von GPS – Geräten neu entdeckt werden. Gemeinsam mit dem Erlebnisführer Uwe Kühn können Familien auf Koordinatensuche gehen. Dazu lädt am Samstag (23.9.) der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) nach Witten in sein Industriemuseum ein. Die zweistündige Geocaching-Tour rund um den Hettberg der ehemaligen Kohlenzeche startet um 15.00 Uhr.

Über 250 Jahre wurden im Hettberg Rohstoffe gewonnen: Steinkohle als Brennstoff, Sandstein und
Schieferton als Baumaterial für Straßen und Wohnungen. An authentischen Orten erzählt das Museum über Gewinnung, Weiterverarbeitung und Nutzung dieser ruhrgebietstypischen  Bodenschätze. Die Teilnehmenden erfahren während der Tour wie aus Schieferton Ziegelsteine entstanden oder Bergmänner die wertvolle Steinkohle abgebaut haben.

Die Führung kostet 2 Euro pro Person plus Museumseintritt (Erwachsene 3 Euro, ermäßigt 2 Euro, Kinder 1,50 Euro, Familienkarte 7,50 Euro). Die elektronische Schnitzeljagd ist für Erwachsene und Kinder ab sechs Jahren sowie für Anfänger und Fortgeschrittene Geocacher geeignet. GPS-Geräte werden kostenlos zur Verfügung gestellt. Anmeldung bis zum 22.10. unter 02302 93664-0.


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Ökomarkt und Tag des Geotops auf Zeche Nachtigall


Ökomarkt

Regionale Händler bieten eine große Auswahl an frischem Obst und Gemüse an. Foto: LWL  / Appelhans

Witten (lwl). Am Sonntag (17. 9.) lädt der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL ) wieder zum Ökomarkt auf das Gelände seines Wittener Industriemuseums Zeche Nachtigall ein. Bereits zum siebten Mal bieten Händler aus der Region natürliche Produkte aus dem Garten, vom Feld und aus der heimischen Werkstatt zum Kauf an. Das Angebot reicht von biologischem Obst und Gemüse über Selbstgebrautes und Bio-Schokolade, Kräuter und Öle, Naturspielzeug und Schmuck bis hin zu Upcycling-Produkten. Für musikalische Unterhaltung sorgt das Celtic Harp Ensemble. Es nimmt die Marktbesucher mit auf eine Reise nach England, Wales, Schottland und Skandinavien. Zu den Harfenklängen gibt es keltische Erzählungen. Die Stände haben von 11 bis 17 Uhr geöffnet. Der Eintritt ist frei.

Da die Deutsche Geologische Gesellschaft den 17. September zum „Tag des Geotops“ ausgerufen hat, finden Sonntag auf der Zeche Nachtigall auch spezielle Führungen zum Thema statt. Denn mit dem Steinbruch Dünkelberg und dem Besucherbergwerk hat das LWL-Industriemuseum zwei außergewöhnliche Geotope zu bieten. Bei stündlichen Führungen durch dunkle Stollen und Gänge können Besucher die Welt des Bergbaus hautnah erleben. Die Führungen im Besucherbergwerk kosten für Erwachsenen 3 Euro und für Kinder 1,50 Euro. Der Stollen ist für Kinder ab 5 Jahren zugänglich.

Wer mehr über die geologischen Besonderheiten der Region wissen möchte, kann um 13.15, 14.30 oder 15.45 Uhr an der Themenführung „Alles aus einem Berg“ teilzunehmen. Dabei erfahren Besucher, wie Gesteine entstehen und welche Spuren des Karbonzeitalters im Muttental noch zu sehen sind.

Da rund um das Museum keine Parkmöglichkeiten zur Verfügung stehen, empfiehlt das Museum, mit öffentlichen Verkehrsmitteln, dem Fahrrad oder zu Fuß zu kommen. Wer mit dem PKW anreist, kann das Fahrzeug auf dem ca. 1 km entfernten Parkplatz am Beginn der Nachtigallstraße abstellen.


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Junge Steinmetze auf Zeche Nachtigall


Sandstein bearbeiten können Kinder beim Bildhauerkurs auf Zeche Nachtigall.  Foto: LWL / Hudemann

Witten (lwl). Junge Steinmetze werden am letzten Ferienwochenende auf der Zeche Nachtigall aktiv.

Auf dem Gelände seines Wittener Industriemuseums bietet der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) einen Bildhauerworkshop für Kinder ab zehn Jahren an. Es sind noch einige Plätze frei.

Von Freitag (25.8.) bis Samstag (26.8.) erhalten die Jungen und Mädchen Einblick in das traditionelle Handwerk der Steinmetze und dürfen sich dabei auch selbst als Bildhauer ausprobieren. Nach einer kurzen Werkzeug- und Materialkunde sammeln die angehenden Bildhauer erste Erfahrungen in der Bearbeitung des Werkstoffs Stein. Mit Fäustel, Knüpfel und Meißel entstehen dann unter fachkundiger Anleitung der Steinmetzin Christina Clasen eigene Skulpturen aus dem für die Wittener Region so typischen Rohstoff. Werkzeug und Schutzbrillen stellt das Industriemuseum. Den Teilnehmern wird empfohlen, alte Kleidung zu tragen.

Kurszeiten sind jeweils von 11 bis 16 Uhr. Der Workshop kostet 20 Euro inklusive Material und Museumseintritt. Eine Anmeldung ist bis zum 17. August unter Tel. 02302 93664-10 oder vor Ort an der Museumskasse möglich.

Die nächsten Bildhauerkurse für Erwachsene finden vom 15. bis 17. September und vom 6. bis 8. Oktober statt. Interessierte können sich im LWL-Industriemuseum anmelden.


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Fotoworkshop zur Ausstellung „Dampfzeit“ im LWL-Industriemuseum


Seit 1909 wurde auf Zeche Radbod gefördert, die Anlagen sind über Jahrzehnte den Erfordernissen angepasst worden. Nur die Lok „Typ Krefeld“ ist seit 1911 nahezu unverändert im Dienst. Bockum-Hövel, 29.06.1972 © Thomas Pflaum / dampfzeit-buch.de - Verwendung honorarfrei im Rahmen der Berichterstattung ueber die Ausstellung "Dampfzeit" auf Zeche Nachtigall, bei anderer Nutzung gilt die Verguetung nach MFM-Liste als vereinbart.

Lok Radbod 4, Baujahr 1911,  vor der Zeche Radbod in Bockum-Hövel, 1972; Foto: Thomas Pflaum/dampfzeit-buch.de. Der Fotograf Thomas Pflaum leitet den Workshop. Foto: privat

Witten (lwl). Die Fotos von Thomas Pflaum und Gerd Lübbering führen in eine Zeit, die dem heutigen Betrachter unendlich weit entfernt scheinen. Dabei liegt die „Dampfzeit – als die Loks noch rauchten“ nicht mehr als vier Jahrzehnte zurück. Im Rahmen der gleichnamigen Sonderausstellung veranstaltet der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) am Sonntag (3.9.) einen ganztägigen Workshop mit dem Fotografen Thomas Pflaum im LWL-Industriemuseum Zeche Nachtigall (10-18 Uhr). Die Teilnahme kostet 55 Euro. Das Museum nimmt bis 25. August Anmeldungen unter Tel. 02302 93664-0 entgegen.

Im Zentrum des Workshops stehen diese Fragen: Wie digitalisiere ich mit einfachen Mitteln meine analogen Kleinbildnegative oder Farbdias? Wie unterscheidet sich die analoge Vergrößerung von der digitalen Ausbelichtung? Wie arbeite ich die von alten Negativen erhaltenen Bilddaten mit den üblichen Bildbearbeitungs-Programmen aus?
Der Workshop beginnt mit einer Kuratorenführung durch die Ausstellung „Dampfzeit“. Pflaum und Lübbering waren in den 1970er Jahren mit ihren analogen Kameras entlang der Bahnstrecken unterwegs. Ihre nun digitalisierten Schwarz-Weiß Fotografien zeigen, was heute mit der digitalen Technik möglich ist:  Eindrücke von Tiefe, authentische Stimmungen und emotionale Bildwirkungen.

Früh am Nachmittag gehen die Teilnehmer unter Anleitung selbst auf Abenteuerreise: An der nahegelegenen Haltestelle „Zeche Nachtigall“ der Ruhrtalbahn bietet ein restaurierter Dampfzug aus den 1950er  Jahren Gelegenheit, die erworbenen Kenntnisse umzusetzen. Im Anschluss bearbeiten die Teilnehmer die Bilder am Computer.

„Der Workshop richtet sich an ambitionierte Fotografen, die über analoge Aufnahmen verfügen, aus denen sie das Maximale herausholen und erfahren möchten, wie analoge Bilder kostengünstig digitalisiert und ausgearbeitet werden“, erläutert der Experte.

Die Teilnehmer sollten eine Spiegelreflexkamera oder eine spiegellose Systemkamera, Blitzgerät und Laptop mitbringen sowie über Grundkenntnisse in den Programmen „Photoshop“ oder „Lightroom“ verfügen.

Quelle: LWL-Industriemuseum Zeche Nachtigall


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Fotoworkshop zur Ausstellung „Dampfzeit“ im LWL-Industriemuseum


Thomas Pflaum- ist für seine Technik- und Wissenschaftsbilder mehrfach ausgezeichnet. Foto: Werner Lange / S-Wok

Witten (lwl). Die Fotos von Thomas Pflaum und Gerd Lübbering führen in eine Zeit, die dem heutigen Betrachter unendlich weit entfernt scheinen. Dabei liegt die „Dampfzeit – als die Loks noch rauchten“ nicht mehr als vier Jahrzehnte zurück. Im Rahmen der gleichnamigen Sonderausstellung veranstaltet der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) am Sonntag (4.6.) einen ganztägigen Fotoworkshop in seinem Industriemuseum Zeche Nachtigall (10 bis 18 Uhr) mit dem Fotografen Thomas Pflaum. Die Teilnahme kostet 55 Euro. Das LWL-Industriemuseum nimmt bis 19. Mai  Anmeldungen unter Tel. 02302 936640 entgegen.

Im Zentrum des Workshops stehen diese Fragen: Wie digitalisiere ich mit einfachen Mitteln meine analogen Kleinbildnegative oder Farbdias? Wie unterscheidet sich die analoge Vergrößerung von der digitalen Ausbelichtung? Wie arbeite ich die von alten Negativen erhaltenen Bilddaten mit den üblichen Bildbearbeitungs-Programmen aus?
Der Workshop beginnt um 10 Uhr mit einer Kuratorenführung durch die Foto-Ausstellung „Dampfzeit“. Pflaum und Lübbering waren in den 1970er Jahren mit ihren analogen Kameras entlang der Bahnstrecken unterwegs. Ihre nun digitalisierten Schwarz-Weiß Fotografien zeigen, was heute mit der digitalen Technik möglich ist:  Eindrücke von Tiefe, authentische Stimmungen und emotionale Bildwirkungen.
Früh am Nachmittag gehen die Teilnehmer unter Anleitung selbst auf Abenteuerreise: An der nahegelegenen Haltestelle „Zeche Nachtigall“ der Ruhrtalbahn
bietet ein restaurierter Dampfzug aus den 1950er  Jahren Gelegenheit, die erworbenen Kenntnisse umzusetzen. Im Anschluss bearbeiten die Teilnehmer die Bilder am Computer.

„Der Workshop richtet sich an ambitionierte Fotografen, die über analoge Aufnahmen verfügen, aus denen sie das Maximale herausholen und erfahren möchten, wie analoge Bilder kostengünstig digitalisiert und ausgearbeitet werden“, erläutert der Experte.

Die Teilnehmer sollten eine Spiegelreflexkamera oder eine spiegellose Systemkamera, Blitzgerät und Laptop mitbringen sowie über Grundkenntnisse in den Programmen Photoshop oder Lightroom verfügen.

Weitere Informationen unter www.tompflaum.com und
www.lwl.org/industriemuseum/standorte/zeche-nachtigall


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Historische Fördermaschine in Aktion – Vorführung


Historische Fördermaschine: Technik erleben können die Besucher bei der Schauvorführung der Fördermaschine. Foto: Harry Becker

Witten (lwl). Am Sonntag (27.11.) setzt das LWL- Industriemuseum Zeche Nachtigall die gewaltigen Schwungräder der knapp 130 Jahre alten Fördermaschine in Bewegung. Um 14.30 Uhr lädt der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) zur Schauvorführung dieses Schmuckstücks des Industriezeitalters nach Witten ein. In früheren Zeiten transportierten Maschinen wie diese Bergleute und Geräte in die Tiefen des Berges. Sie brachten aber auch viele Tonnen Kohle ans Tageslicht.

Die Fördermaschine kann auf eine bewegte Vergangenheit zurückblicken. Ursprünglich wurde sie 1887 für eine Baumwollspinnerei im münsterländischen Gronau gebaut. 1911 erfolgte ein Umbau für den Einsatz als Abteuf-Fördermaschine auf der Zeche Jacobi in Oberhausen. Von 1921 bis 1973 diente sie als Fördermaschine am Schacht I auf der Bottroper Zeche Franz-Haniel (später Prosper Haniel). 100 nach ihrem Bau übernahm das LWL-Industriemuseum dieses Juwel. Nach der detailgetreuen Restaurierung durch die hauseigenen Werkstätten erstrahlt die historische Fördermaschine heute wieder im alten Glanz. Für die Besucher des LWL-Museums wird der Technik-Gigant jedoch nicht mehr mit Dampf angetrieben, sondern mittels eines Elektromotors in Bewegung gesetzt.

Die Schauvorführung ist im Museumseintritt enthalten (Erwachsene 3 Euro, Kinder 1,50 Euro, Familienkarte 7,50 Euro).


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Industriemusuem Zeche Nachitgall: Integrative Führung


Hauerschicht mit Rainer Lahde

Integrative Führung – Die Vorführung der Fördermaschine ist einer der Höhepunkte der integativen Führung. Foto: LWL / Appelhans

Der Weg in die Tiefe – Integrative Führung für Hörende und Gehörlose im LWL-Industriemuseum Zeche Nachtigall

Witten (lwl).  Besucher können am Samstag (26.11.) im Industriemuseum Zeche Nachtigall in die Tiefe abtauchen. Der Landschaftverband Westfalen-Lippe (LWL) lädt ab 15 Uhr zur integrativen Führung für Hörende und Gehörlose mit Gebärdendolmetscher ein. In 90 Minuten erfahren die Gäste etwas über die Zeit der ersten Tiefbauschächte an der Ruhr und lernen die Welt des Bergbaus im 19. Jahrhundert kennen.

Die Bergleute mussten viele Herausforderungen meistern, bevor sie weit unter der Erdoberfläche Kohle fördern konnten. Was war notwendig, um an das „Schwarze Gold“ zu gelangen? Wie wurde hartes Gestein durchquert und das Wasser gebändigt? Wodurch gelangten Licht und Luft in die Tiefe? Neben diesen Fragen und dem Schacht „Hercules“ – dem ehemaligen Schacht der Zeche Nachtigall – steht die Schauvorführung der historischen Fördermaschine von 1887 im Mittelpunkt.

Teilnehmer der Führung zahlen nur den normalen Museumseintritt. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.


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Oman – Reise durch die Erdkruste – Zeche Nachtigall


Zeche Nachtigall
Zeche Nachtigall

Zeche Nachtigall Vortrag – Foto: Volker Wrede

Witten (lwl). Inmitten einer sich verändernden Umwelt bildet der Oman eine Insel der Stabilität, die als „Schweiz des Mittleren Ostens“ bezeichnet wird. Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) lädt am Dienstag (15.11.) um 18.30 Uhr auf der Zeche Nachtigall zu einer Reise durch den Oman ein. Dr. Volker Wrede vom Geologischen Dienst des Landes Nordrhein-Westfalen berichtet über die spektakuläre Geologie der arabischen Halbinsel, die ein Mekka für Geologen ist.

Die dort weitgehend fehlende Bodenbedeckung und Vegetation erlaubt einen freien Blick auf den Untergrund. Ungewöhnliche plattentektonische Vorgänge haben zu einer weltweit einmaligen geologischen Situation geführt. Während der Kreidezeit wurde die ozeanische Kruste des Golfs von Oman auf die arabische Kontinentalplatte aufgeschoben. Dadurch liegen nun Gesteine und geologische Strukturen bis hin zur Grenze zwischen Erdmantel und Erdkruste, die sonst etliche Kilometer unter dem Tiefseeboden verborgen sind, direkt an der Erdoberfläche. Die Gesteine des oberen Erdmantels und der ozeanischen Kruste können dort – ebenso wie der kreidezeitliche Tiefseeboden mit seinen vulkanischen Erscheinungen und den damit verbundenen Erzlagerstätten – direkt studiert werden. Diese bilden, neben Öl und Erdgas, die Basis der omanischen Bergbauindustrie und wurden schon in der frühen Antike genutzt.

Im Vortrag wird neben den geologischen Verhältnissen auch ein Einblick gegeben in ein modernes, sich gleichwohl seiner Kultur und Traditionen sehr bewusstes arabisches Land, das sich in vielerlei Hinsicht von seinen Nachbarn unterscheidet.

Parkplätze sind auf dem Gelände der Zeche Nachtigall vorhanden, der Eintritt ist frei.


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Zeche Nachtigall Ausstellung Dampfzeit


Fotografien von Gerd Lübbering und Thomas Pflaum auf Zeche Nachtigall

Witten (lwl). „Dampfzeit – Als die Loks noch rauchten“ heißt eine neue Ausstellung mit Fotos von Gerd Lübbering und Thomas Pflaum, die der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) ab Samstag (3.9.) in seinem Industriemuseum Zeche Nachtigall in Witten präsentiert. 39 Bilder aus den Jahren 1970 bis 1977 sind im Werkstattgebäude des Wittener Bergwerks ausgestellt.

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Als ein Symbol der industriellen Revolution gingen Dampflokomotiven in die Geschichte ein. Über 140 Jahre lang zogen die majestätischen Schienenfahrzeuge Güterzüge oder beförderten Passagiere an ihr Reiseziel. Noch 1970, zur Zeit der Hochkonjunktur, unterhielt die Deutsche Bundesbahn (DB) über 1.600 Dampfloks. Bereits sieben Jahre später endete die Ära der rauchenden Zugmaschinen bei der DB.

Bis heute übt die Welt der Dampfgiganten mit ihren unverwechselbaren Klängen, Gerüchen und Betriebsabläufen eine besondere Faszination aus. Eine Anziehungskraft, die auch Lübbering und Pflaum bereits in früher Jugend in ihren Bann zog. Zwischen 1968 und 1977 gingen die beiden Schulfreunde mit ihren Kleinbildkameras – Contaflex, Leicaflex und Nikon – auf Reisen zu den letzten Dampflokomotiven Deutschlands und Österreichs.

Ähnlich der Dampftechnik erscheint auch das Fotografieren damals wie eine „versunkene Welt“. „Filmtransport per Handaufzug, Autofocus unbekannt. Mit Teleobjektiven mussten wir uns vor dem Heranrollen des Zuges ein Bild über die optimale Position zum Fotografieren machen. Eine Korrekturmöglichkeit gab es nicht. Im heimischen Badezimmer, vollständig verdunkelt, wurden die Filme entwickelt und die Negative anschließend im Heizungskeller vergrößert“, so die Fotografen.

Mehrere Tausend Schwarz-Weiß-Negative entstanden in dieser Zeit. Vier Jahrzehnte schlummerten diese fotografischen Schätze in Kisten, bevor sie von Lübbering und Pflaum wiederentdeckt und digitalisiert wurden. Mit modernen Bildbearbeitungsmethoden entlockten sie den historischen Aufnahmen zudem bis dahin verborgene Details.

Mit der jetzt gezeigten Auswahl wollen die Fotografen das „typisch Andersartige und atmosphärisch Einmalige des Dampfzeitalters“ in Erinnerung rufen. So führen die Bilder von Pflaum und Lübbering zurück in eine längst vergangene Ära: Lokomotiven vor dunstverhangenen Zechen, im Bahnbetriebswerk auf ihren nächsten Einsatz wartend, bei der Einfahrt in rußgeschwärzte Bahnhöfe oder mit mächtigem Dampfschweif auf freier Strecke. Aber auch dem Lokpersonal und seiner alltäglichen Arbeit, die körperliche Höchstleistungen erforderte, setzen die fotografischen Arbeiten ein Denkmal. Den Zechenbahnen ist in der Ausstellung ein eigener Bereich gewidmet.

Die Fotografen

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Gerd Lübbering und Thomas Pflaum

Gerd Lübbering, 1955 in Bad Honnef geboren, studierte Jura im In- und Ausland. Nach Tätigkeiten in Bundesverbänden und der Personalzentrale in einem DAX-Unternehmen arbeitet er heute als selbständiger Rechtsanwalt. Bereits mit 13 Jahren entdeckte Lübbering die Liebe zur Fotografie, seither ist seine Begeisterung für die Arbeit mit der Kamera ungebrochen. Lübbering lebt in Bad Honnef.

Thomas Pflaum, 1956 in Braunschweig geboren, studierte Visuelle Kommunikation in Dortmund und Bielefeld. Seit Anfang der 1980er-Jahre arbeitet er als freischaffender Fotograf (www.tompflaum.com). Zu Pflaums Auftraggebern zählen namhafte Magazine wie „Geo“, „Focus“ oder „Bild der Wissenschaft“. Für seine Technik- und Wissenschaftsbilder erhielt er mehrere Auszeichnungen. Pflaum lebt in Castrop-Rauxel.

Die Fotos von Lübbering und Pflaum sind als Bildband im Lehmstedt Verlag erschienen. Er ist im Museumsshop erhältlich: Dampfzeit – Als die Loks noch rauchten. Fotografien 1970-1977. 144 Seiten mit 80 Duotone-Abbildungen, 9,95 Euro. ISBN 978-3-942473-42-2, www.dampfzeit-buch.de

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Zeche Nachtigall in Witten

Dampfzeit – Als die Loks noch rauchten
3. September 2016 – 1. Oktober 2017
LWL-Industriemuseum Zeche Nachtigall
Geöffnet Di – So 10 – 18 Uhr
www.lwl-industriemuseum.de


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Zeche Nachtigall LWL-Industriemuseum – Offene Führung


Bildzeile: Ein Blick in die Tiefe können Besucher am Tiefbauschacht „Hercules“ riskieren.Foto: LWL/Hudemann

Witten (lwl). Am Sonntag (4.9.) können Besucher des Industriemuseums in die Zeit der ersten Tiefbauschächte an der Ruhr eintauchen. Die Führung „Der Weg in die Tiefe“ erzählt von den Herausforderungen, die mit der langen Suche nach dem schwarzen Gold verbunden waren und den Schwierigkeiten beim Vorstoß ins Ungewisse. Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) lädt um 14.30 Uhr zur offenen Führung durch die Dauerausstellung ins Wittener Industriemuseum ein.

Die Tour beginnt bei den Überresten des ehemaligen Tiefbauschachtes „Hercules“. 450 Meter reichte der Förder- und Pumpenschacht einst in die Tiefe. Heute ist nur noch ein Drittel des Schachtkopfes zu besichtigen. Bei der Führung erfahren Besucher, welche Arbeitsschritte nötig waren, um einen Schacht wie diesen anzulegen und welche Hilfsmittel den Bergleuten dafür zur Verfügung standen. Daneben werden an ausgewählten Museumsstücken Themen wie Transport, Beleuchtung und Vermessung im Grubenbetrieb vorgestellt. Wer im Anschluss selbst auf den Spuren der Bergleute wandeln möchte, kann an einer Führung im Besucherbergwerk Nachtigallstollen teilnehmen.

Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Die Themenführung ist im Museumseintritt enthalten (Erwachsene: 3 Euro, Kinder: 1,50 Euro, Familienkarte: 7,50 Euro). Die Führung durch das  Besucherbergwerk kostet zusätzlich 3 Euro für Erwachsene und 1,50 Euro für Kinder.